Liturgie verstehen:
Sendung
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Auch beim Abschluss des Gottesdienstes soll nicht nur deutlich werden, dass jetzt „die Feier zu Ende ist“. Vielmehr muss dabei noch einmal etwas vom Sinn der Liturgie klar werden, nämlich, dass liturgische Feiern und alltägliches Leben eng zusammengehören. Die Liturgie bereichert und verpflichtet die, die an ihr teilnehmen. So muss der Abschluss des Gottesdienstes zugleich eine Öffnung in den Alltag hinein sein: Er ist Abschied, Sendung und Segen zugleich.

Im Falle des Mitfeierns eines Diakons, erfolgt der Zuruf durch diesen, weil dadurch auch deutlich gemacht werden soll, dass Glauben und Leben eng zusammengehören.
Als „Entlassungswort“ hat sich im deutschsprachigen Raum die Formel „Gehet hin in Frieden“ mit der Antwort der Gemeinde: „Dank sei Gott dem Herrn“ durchgesetzt. Mit „Friede“ ist hier keineswegs „friedliche Ruhe“ oder „kein Streit“ zu verstehen, sondern die Fülle des Heils, das Gott wirkt.
Der ursprüngliche, lateinische Ausdruck „Ite, missa est“ bedeutet jedoch noch mehr, nämlich: „Geh, du bist gesendet.“ (Vgl.: „Mission“)
Die eigentliche Aussage ist daher zugleich Segenswunsch und Sendung: Bleibt in dem Frieden Gottes, den ihr gerade empfangen habt, und bringt ihn zu den Menschen, denen ihr begegnet.

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