Liturgie verstehen:
Händewaschung des Priesters
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Nach der Gabenbereitung
"wäscht" sich der Priester die Hände

In der frühen Kirche brachten alle Gläubigen Gaben zum Altar. Das waren: Brot, Wein, Ähren, Weihrauch, Kerzen und Öl. Waren, die für verschiedenste Anlässe benötigt wurden.
Der Priester nahm die Gaben für das eucharistische Mahl in Empfang, die Gaben für die Armen wurden ebenso beim Altar abgelegt. Der hl. Justin berichtet davon im Jahr 150: „Die Reichen aber und diejenigen, die es wollen, geben jeder nach ihrem
Gutdünken, und das Eingesammelte wird beim Vorsteher hinterlegt. Dieser kommt damit den Waisen und Witwen zu Hilfe, aber auch denen, die wegen Krankheit oder aus einem anderen Grunde Not leiden, den Gefangenen und den durchreisenden Fremden, sodass er
so zum Fürsorger aller Armen wurde“.

Nach dem Empfang der Gaben war es nötig, sich die Hände zu waschen. Aus diesem Brauch ist die heutige Händewaschung entstanden, die aber einen rein symbolischen Sinn bekommen hat. Der Priester spricht dabei: Herr, wasche ab meine Schuld, von meinen Sünden mache mich rein“ (Ps. 51,4).

Lavabo (lat.) - "wasche ab"