Liturgie verstehen:
Lamm Gottes
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„Lamm Gottes“, oder lateinisch „Agnus dei“ bezeichnet das Gebet oder den Gesang der Gemeinde während des Brechens des Brotes (der Hostie) vor der Kommunion.

Das Brechen des Brotes hat in der Frühzeit der Messe ihren Namen gegeben. Da richtiges Brot und keine Hostien verwendet wurden, hat das Brotbrechen entsprechend lange gedauert. Dies wurde in der westlichen Liturgie schweigend getan, bis mit Sergius I. (687-701) ein Syrer Papst wurde, der den Begleitgesang aus seiner Heimat kannte und auch in Rom einführte.
Angelehnt an den Text Joh 1,29 ruft die Gemeinde zu Christus als das Lamm Gottes („Lamm Gottes, du nimmst hinweg die Sünde der Welt, erbarme dich unser“) und erinnert sich dadurch, dass dieses Brot das wahre Paschalamm, Christus selbst ist. Alle antworten mit den Worten des Hauptmanns von Kapharnaum: „Herr, ich bin nicht würdig, ...“
Seit es kleine Hostien gibt, hat dieser Ritus etwas an Bedeutung verloren. Zumindest die große Hostie wird zeichenhaft für alle gebrochen.
In der Bibel wird nicht nur bei der Einsetzung der Eucharistie (vgl. Mt 26.26, Mk 14.22, Lk 22.19) das Brotbrechen durch Jesus beschrieben sondern an mehreren Stellen als ein typisches Zeichen Jesu herausgestellt (z.B. Emmausjünger, Speisung der Menge, u.a.) um damit die Bedeutung des Teilens, Verteilens und (Sich-)Verschenkens deutlich zu machen.

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