Liturgie verstehen:
Kommunionempfang
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Das lateinische Wort communio bedeutet so viel wie „gemeinsamer Besitz, gemeinsame Sorge“. In der alten Kirche wird damit die Gemeinschaft einer Gemeinde bezeichnet. Zeichenhaft und als Höhepunkt sichtbar wird diese Communio in der Eucharistie, beim gemeinsamen Empfang des Leibes und Blutes Jesu Christi. Wer sich als schwerer Sünder aus dieser Gemeinschaft ausgeschlossen hat, darf ohne vorherige Versöhnung nicht zur Kommunion gehen. Anders bei leichten Sünden, da hier der Kommunionempfang Heil und Gesundung schenkt.
In den Anfängen der Kirche nahm sich jeder selbst vom Altar das Brot. Später reichte der Priester den Gläubigen das Brot. Bei der Kelchkommunion führte ebenfalls die Ehrfurcht zu verschiedenen Einschränkungen, bis sie schließlich, ab dem 12. Jhdt., überhaupt nicht mehr üblich war.

Nach dem 2. Vatikanischen Konzil wurde die Kelchkommunion wieder erlaubt. „Ihre volle Zeichenhaftigkeit gewinnt die Kommunion, wenn sie unter beiden Gestalten gereicht wird“, so die Einführung in das Messbuch. Zunehmende Scheu vor der Eucharistie und vor dem Kommunionempfang (1215 musste die Kommunion einmal im Jahr als Kirchengesetz vorgeschrieben werden) führten schließlich zur Mundkommunion. Heute gibt es zu Recht wieder beide Formen, Mund- oder Handkommunion. Die Würdigkeit ist eine Herzenssache und hängt nicht daran, wohin die Hostie gelegt wird.

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