Liturgie verstehen:
Die Präfation
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Die Einleitung des Hochgebetes.

Die Präfation (lat. Vorrede, Vorwort) beginnt mit einem Dialog zwischen Priester und Gemeinde:
Der Herr sei mit euch - Und mit deinem Geiste
(= gegenseitige Zusage, dass Gott in unserer Mitte ist)
Erhebet die Herzen - Wir haben sie beim Herrn.
(= wir sind ganz auf die Begegnung mit Gott eingestellt)
Lasset uns danken dem Herrn unserm Gott - Das ist würdig und recht. (= die Gemeinde stimmt der Einladung des Priesters, Gott zu danken zu)
Die Präfation selbst besteht aus 3 Teilen:
- Dank (In Wahrheit ist es würdig und recht …)
- Lobpreis (Denn Du allein bist der Heilige …)
- Überleitung zum Sanctus ( … und singen vereint mit allen Engeln und Heiligen …)

Der Priester dankt Gott und preist - je nach der Zeit im Kirchenjahr ein Heils- oder Festgeheimnis - in dem noch einmal das „Thema“ der jeweiligen Messe aufgenommen wird. Im Messbuch gibt es 82 Präfationen, die – alle Inhalte zusammengenommen – eine knappe aber vollständige Übersicht unseres Glaubens beinhalten.
Die lat. Vorsilbe "prä" kann aber auch räumlich verstanden werden. Dann ist die Präfation das Gebet in dem der Priester vor Gott und der Gemeinde den Vater preist und für ein bestimmtes Heilsgeheimnis dankt.
Jede Präfation endet damit, dass wir alle in den Gesang der Engel und Heiligen einstimmen (Sanctus), wir alle sind Teil der Liturgie im Himmel.

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