Pfarre Stadlau
Gemeindeaugasse 5
1220 Wien
Liturgie verstehen:
Händefalten
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Was tun mit seinen Händen während des Gebets? Die Orantenhaltung ist uns abhanden gekommen, in die Hosentaschen stecken schaut auch nicht gut aus ...
Wir verschränken die Finger ineinander, stellen uns hin wie die Fußballer beim Freistoß – oder geben beide Handflächen ganz eng zueinander. Eine Zeitlang wurden die Hände auch vor der Brust verschränkt. Es spricht nichts dagegen, seinen eigenen, persönlichen Stil zu finden, beispielsweise die Hände mit den offenen Handflächen nach oben wie eine Schale.


Zuerst denkt man beim Händefalten vielfach ans Bitten, weil Kinder beim „Bitte-Bitte-Sagen“ manchmal die Hände aneinanderlegen.
Aber das Zeichen des Händefaltens bedeutet: Meine Hände tun jetzt nichts, sie können nichts tun, ich will jetzt nichts anderes tun.
Darum hat das Händefalten einen doppelten Sinn: Jesus sagt: „Marta, Marta, du kümmerst dich um Vieles; Eines nur ist notwendig." So lassen wir ab vom Tätigsein und konzentrieren uns auf die Worte des Gebetes und auf unser Inneres.
Der zweite Sinn ist dann die Bitte. Wir sagen zu Gott: „Ich kann nichts tun, hilf du." Oder: „Heiliger Geist, werde du tätig in mir".