Liturgie verstehen:
Die Gaben Brot und Wein
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Brot und Wein:
Frucht der Erde und der menschlichen Arbeit

Der Priester nimmt Brot und Wein von den Ministranten als Gemeindevertretern entgegen.

Er hält die Schale mit den Hostien über den Altar und betet: „Wir preisen dich, Gott, Schöpfer der ganzen Welt. Du hast uns dieses Brot geschenkt. Wir bringen dir diese Gabe dar als Frucht der Erde und unserer menschlichen Arbeit. Schenk sie uns wieder als das Brot des Lebens. Gepriesen bist du in Ewigkeit, Herr unser Gott“.

Anschließend bereitet er den Kelch. Zum Wein gibt er einige Tropfen Wasser und spricht dabei: „Wie dieses Wasser sich mit Wein verbindet zum heiligen Zeichen, so lasse uns dieser Kelch teilhaben an der Gottheit Christi, der unsere Menschennatur angenommen
hat“. Dies symbolisiert die enge Verbindung von göttlicher (Wein) und menschlicher (Wasser) Natur in Christus - die enge Verbindung, die uns mit Christus geschenkt wird.
In einem Gabenlied (GL 490) singen wir: „Wie Wein und Wasser sich verbinden, so gehen wir in Christus ein“.
Nun hält der Priester auch den Kelch mit Wein über den Altar und spricht ein ähnliches Gebet: „Wir preisen dich, Gott, Schöpfer der ganzen Welt. Du hast uns diesen Wein geschenkt. Wir bringen dir diese Gabe dar als Frucht der Erde und unserer menschlichen Arbeit. Schenk sie uns wieder als den Kelch des ewigen Segens." Wenn der Priester diese Gebet laut spricht antworten wir: "Gepriesen bist du in Ewigkeit, Herr unser Gott“.

Aber nicht nur Gaben für den Unterhalt der Kirche und für die Armen bringen wir dar, nicht nur Brot und Wein für die eucharistische Mahlfeier, auch uns selbst geben wir hin an Gott – mit allem, was uns ausmacht: mit unseren Freuden und Leiden, mit unseren Mühen und Erfolgen.
Das ist auch der Gedanke in dem Gebet, das der Priester vor dem Altar geneigt leise spricht: „In tiefer Demut bitten wir dich: Nimm uns an. Dann wird dir unser Dienst gefallen, den wir heute vor dir tun, Herr und Gott“.