Liturgie verstehen:
Gaben bringen
01 / 282 22 44
pfarre.stadlau@donbosco.at

Brot und Wein sowie Wasser und Kelch
werden zum Altar gebracht.

Vor dem 2. Vatikanischen Konzil hieß dieser Teil "Opferung". Das
führte zu falschen Vorstellungen, als ob wir jetzt Gott ein „Opfer“ darbringen. Aber der Neue Bund kennt außer dem Opfer Christi, seiner Hingabe am Kreuz, keine anderen Opfer im kultischen Sinn. Darum sagen wir heute „Gabenbereitung“.
Die Ministranten bringen die Gaben – Brot und Wein – zum Altar.
In der frühen Kirche brachten alle Gläubigen Gaben zum Altar. Das waren: Brot, Wein, Ähren, Weihrauch, Kerzen und Öl. In manchen Gemeinden bildete sich dabei eine richtige Gabenprozession, bei der man einen Psalm gesungen hat, denn „Gott liebt einen fröhlichen Geber“, wie Paulus im 2. Korintherbrief sagt. Die gebrachten Gaben dienten einerseits als Gaben für die Feier des hl. Mahles, andererseits für den Unterhalt des Gotteshauses und der Speisung der Armen. Der Priester nahm die Gaben für das eucharistische Mahl in Empfang, die Gaben für die Armen wurden ebenso beim Altar abgelegt.
 Übrig geblieben ist heute das Einsammeln von Geld – die Zweckbestimmung ist aber dieselbe geblieben: einerseits ist es bestimmt für die Pfarre, dass sie ihre Aufgaben erfüllen kann, andererseits für verschiedene Anliegen, z.B. Caritas, und die vielen anderen Sondersammlungen. Sie sind Ausdruck der helfenden Liebe und Verantwortung für Welt und Kirche.
Die Kollekte (Sammlung) ist die Fortsetzung der Fürbitten: Da haben wir für andere gebetet und nun wollen wir es dabei nicht belassen, sondern auch das Unsere tun, um zu helfen und zu unterstützen. Die Geldspende ist heute die äußere Gabe der Mitfeiernden. Durch sie nehmen die Gläubigen aktiv an der Gabenbereitung teil.