Liturgie verstehen:
Friedensgruß
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In der alten Kirche wurde der Friedensgruß vor der Gabenbereitung ausgetauscht. Hintergrund ist die Bibelstelle Mk 5,23 wo es heißt, dass wir uns versöhnen sollen, bevor wir die Gaben zum Altar tragen.

Sehr bald schon (6. Jhdt.) ist in der Kirchengeschichte die regelmäßige Kommunion unüblich geworden. Man ist vor der Kommunion einfach gegangen. Um ein formloses Fortgehen zu vermeiden wurde den Hinausgehenden ein "Segen zur Entlassung" gespendet, obwohl die Liturgie dann noch weiter gefeiert wurde.

Nach der Liturgiereform gemäß dem 2. Vatikanischen Konzil ist nun der Friedensgruß nach dem Vater Unser. Der Ritus des Friedensgrußes hat drei Teile:
o das Gebet des Priesters um den Frieden
o der Friedenswunsch des Priesters an die Gemeinde
„… schau nicht auf unser Sünden, sondern den Glauben deiner Kirche und schenke ihr nach deinem Willen Einheit und Frieden.“
o und eine Friedensgeste der Versammelten untereinander.

In Abwandlung der Worte Jesu wie sie in der Bibel an einigen Stellen (z.B.: Joh 20,19) überliefert sind, spricht der Priester: „Der Friede des Herrn sei allezeit mit euch.“
Die Gemeinde antwortet: „Und mit Deinem Geiste.“
Danach lädt der Priester oder der Diakon ein: „Gebt einander ein Zeichen des Friedens und der Versöhnung.“

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