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I hob 57 Engeln
De wos schaun auf mi
I hob 57 Engeln
Es frogts eich wiaso so vü
Und i sog: weu 57 Engeln
Des kummt bei mia grod hi.
Text: G. Brödl
Performed by: K. Ostbahn
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Die Lehre von den Engeln steht in der "Hierarchie der Wahrheiten" sicher nicht an oberster Stelle. Zweifelsohne sind die Lehre von der Dreifaltigkeit Gottes, von der Auferstehung Jesu Christi, vom Ewigen Leben wichtiger und entscheidender für das Christ-Sein. Aber eines steht fest: Kaum ein Element der katholischen Glaubenslehre ist tiefer in den alltäglichen Sprachgebrauch tiefer eingedrungen als die Existenz von Engeln im allgemeinen, und des Schutzengels im speziellen.
"Da hast du noch einmal einen Schutzengel gehabt." - Wer hat diesen Satz noch nie verwendet, auch wenn er sonst nicht besonders gläubig ist? Und auch der oben zitierte Liedtext mag als Beispiel dafür dienen.
Es ist gar nicht so bekannt, dass es in der katholischen Kirche ein eigenes Schutzengelfest gibt. Dieses wird am 2. Oktober begangen.
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Der Glaube an die Existenz von Engeln ist jedoch nicht lediglich ein Element des Volksglaubens sondern sehr wohl auch biblisch begründet:
Im Alten Testament werden die Engel auch als "Heilige" oder als "Söhne Gottes" bezeichnet. Unter ihnen werden die Kerubim und die Serafim besonders hervorgehoben. Einzelne werden mit Namen genannt: Michael ("Wer ist wie Gott?"), Gabriel ("Kraft Gottes" oder "Held Gottes"), Rafael ("Gott heilt").
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Lesung
(Ex 23, 20-23a)
Ich werde einen Engel schicken, der dir vorausgeht. Er soll dich auf dem Weg schützen und dich an den Ort bringen, den ich bestimmt habe.
Achte auf ihn, und hör auf seine Stimme! Widersetz dich ihm nicht! Er würde es nicht ertragen, wenn ihr euch auflehnt; denn in ihm ist mein Name gegenwärtig.
Wenn du auf seine Stimme hörst und alles tust, was ich sage, dann werde ich der Feind deiner Feinde sein und alle in die Enge treiben, die dich bedrängen.
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Im Neuen Testament spielen die Engel eine Rolle im Leben Jesu und der Urkirche. Es gibt dämonische, satanische Mächte, und es gibt auch die guten Engel, die den Menschen helfen, sie führen und beschützen.
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Evangelium
(Mt 18, 1-5.10)
In jener Stunde kamen die Jünger zu Jesus und fragten: Wer ist im Himmelreich der Größte?
Da rief er ein Kind herbei, stellte es in ihre Mitte und sagte: Amen, das sage ich euch: Wenn ihr nicht umkehrt und wie die Kinder werdet, könnt ihr nicht in das Himmelreich kommen.
Wer so klein sein kann wie dieses Kind, der ist im Himmelreich der Größte. Und wer ein solches Kind um meinetwillen aufnimmt, der nimmt mich auf.
Hütet euch davor, einen von diesen Kleinen zu verachten! Denn ich sage euch: Ihre Engel im Himmel sehen stets das Angesicht meines himmlischen Vaters.
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Entwicklung und Geschichte des Festes: |
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Die private Verehrung der Schutzengel ist seit dem 9. Jahrhundert bekannt.
Als eigenes Fest wurde es zunächst in Spanien begangen und später auf die Gesamtkirche ausgedehnt. Der Termin des Schutzengelfestes steht in Verbindung mit dem Fest des Heiligen Erzengels Michael, das am 29. September begangen wird.
1670 hat Papst Klemens X. das Schutzengelfest für die ganze Kirche vorgeschrieben und auf den 2. Oktober festgelegt.
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| Wenn auch das offizielle Schutzengelfest am 2. Oktober gefeiert wird, hat man sich im volksfrommen Brauchtum in der Verehrung der Engel nicht immer so streng an diesen Termin gehalten. Wenn schon die Erzengel am 29. September ihren "Namenstag" feiern, so hat man im Volksglauben der ganzen "Spezies" Engel den Monat September gewidmet.
In der Osttiroler Gemeinde Kartitsch und in Seefeld feiert man ein spezielles Schutzengelfest am ersten Sonntag im September. Das kirchlich bestimmte Brauchtum an diesem Tag ähnelt dem bei anderen Heiligenfesten. So ziehen die örtlichen Traditionsverbände unter der Anteilnahme der Bevölkerung nach der Hl. Messe am Vormittag durch das Dorf und anschließend wieder in die Kirche zurück.
Bei diesen Prozessionen dürfen natürlich auch Fahnen und Heiligenstatuen (="Ferggeln") nicht fehlen, die von Mitgliedern der Gemeinde (bzw. von Burschenschaften, Mädchengruppen, Feuerwehr, u.a.) getragen werden. Allen voran sind es beim Schutzengelfest natürlich Engelsdarstellungen, die die tiefe Verbundenheit der Bevölkerung mit den himmlischen Boten und Helfern symbolisieren.
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Von allen Gefährten,
die mich begleiteten,
ist mir keiner so treu geblieben
wie der Schutzengel
Clemens Brentano
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