Das Kreuzfest im September hat seinen Ursprung
in Jerusalem; dort war am 13. September 335
die Konstantinische Basilika über dem Heiligen Grab feierlich
eingeweiht worden.
Der 13. September war auch der Jahrestag der Auffindung
des Kreuzes gewesen. Am 14. September,
dem Tag nach der Kirchweihe, wurde in der neuen Kirche dem Volk
zu ersten Mal das Kreuzesholz gezeigt („erhöht“)
und zur Verehrung dargereicht. Später verband man das Fest
auch in Verbindung mit der Wiedergewinnung des heiligen Kreuzes
durch Kaiser Heraklius im Jahr 628; in einem unglücklichen
Krieg war das Kreuz an die Perser verloren gegangen, Heraklius
brachte es feierlich an seinen Platz in Jerusalem zurück.
("Schott
Messbuch")
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Evangelium
(Johannes 3, 13-17)
Der Menschensohn muss erhöht werden
Und niemand ist in den Himmel hinaufgestiegen
außer dem, der vom Himmel herabgestiegen ist: der Menschensohn.
Und wie Mose die Schlange in der Wüste erhöht hat, so
muss der Menschensohn erhöht werden, damit jeder, der (an
ihn) glaubt, in ihm das ewige Leben hat.
Denn Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen
Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht zugrunde geht,
sondern das ewige Leben hat.
Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, damit er
die Welt richtet, sondern damit die Welt durch ihn gerettet wird.
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Der Ursprung dieses Festes verbindet
sich nach dem Zeugnis christlicher Schriftsteller des 4. Jahrhunderts
mit der Wiederauffindung des Kreuzes Christi
durch Kaiserin Helena um das Jahre 325. Kaiser
Konstantin ließ an dem Ort der Grabesauffindung eine
große Kirche errichten, welche 335 eingeweiht
wurde. Man stellte das Heilige Kreuz darin feierlich
zur Verehrung aus.
Im Jahre 614 fielen die Truppen des Perserkönigs
Chosrau II. in Jerusalem ein. Das Kreuzholz in einem silbernen
Kreuzreliquar wurde in die Königsstadt Ktesiphon
verschleppt. Wenige Jahre darauf wurde das heilige
Kreuz durch den Sieg des oströmischen Kaisers Herakleios
über die Perser zurückgewonnen. 628
brachte der Kaiser das Kreuz zunächst im Triumph in seine
Hauptstadt Konstantinopel. Am 21. März 630
zog er mit glänzendem Gefolge nach Jerusalem, um dort die
hochverehrte Reliquie wieder in die Grabeskirche
hinter dem Golgotahügel zu bringen.
Das Kreuz gab den Kreuzzügen den Namen
und der in Jerusalem verbliebene Rest ging in einer Schlacht
am 4. Juli 1187 verloren. Wallfahrer nahmen Kreuzpartikel
in das ganze Abendland mit. Heute befinden sich die größten
bekannten Kreuzreliquien im Vatikan, Berg Athos, Brüssel,
Venedig, Gent und Paris und sehr viele kleinere verteilt in ganz
Europa.
Der Eindruck, dass "vom Heiligen Kreuz so viele Stücke
, dass man ein Haus daraus bauen könnte", täuschte,
denn nachdem alle Partikel registriert wurden, stellte ich heraus,
dass sie nur etwa 10% des ursprünglichen Kreuzes
ausmachen.
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| ... stellt dem Kreuz Christi als Baum des Lebens
typologisch den Baum des Sündenfalls gegenüber, von dem
der Tod seinen Ausgang nahm. |
Das
Kreuz als Zeichen des Sieges
In Wahrheit ist es würdig und recht, dir,
Herr, heiliger Vater, allmächtiger, ewiger Gott, immer und
überall zu danken. Denn du hast das Heil der Welt auf das
Holz des Kreuzes gegründet. Vom Baum des Paradieses kam der
Tod, vom Baum des Kreuzes erstand das Leben. Der Feind, der am
Holz gesiegt hat, wurde auch am Holze besiegt durch unseren Herrn
Jesus Christus. Durch ihn loben die Engel deine Herrlichkeit,
beten dich an die Mächte, erbeben die Gewalten. Die Himmel
und die himmlischen Kräfte und die seligen Serafim feiern
dich jubelnd im Chore. Mit ihrem Lobgesang lass auch unsere Stimmen
sich vereinen und voll Ehrfurcht rufen: Heilig ...
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Im 7. Jahrhundert wurde das Fest von Rom übernommen,
629 wurde es auf den 14. September festgesetzt. Seitdem ist es
oft mit der Verehrung von Kreuzreliquien verbunden.
Im orthodoxen Gottesdienst neigt an diesem
Tag der Priester ein großes Kreuz langsam in die vier Himmelsrichtungen,
womit das Kreuz geehrt und zugleich das Volk gesegnet wird.
Das Fest wird in der katholischen, anglikanischen und orthodoxen
Kirche am 14., in der armenischen Kirche am 16. September begangen.
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