Heiliger Christophorus
24. Juli
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Über das Leben des Märtyrers Christophorus ist nicht viel bekannt. Er hat in Kleinasien vermutlich unter Kaiser Decius (um 250) das Martyrium erlitten.

In Chalkedon wurde ihm 452 ein Kirche geweiht. Auch in der abendländischen Kirche wurde Christophorus viel verehrt.

Er gehört zu den Vierzehn Nothelfern. Aus seinem Namen (Christophorus - Christusträger) hat sich die Legende entwickelt, er habe auf seinen Schultern das Christuskind über einen Fluss getragen.

("Schott Messbuch")


Evangelium (Mt 10, 28-33)

Fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten

Fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten, die Seele aber nicht töten können, sondern fürchtet euch vor dem, der Seele und Leib ins Verderben der Hölle stürzen kann.

Verkauft man nicht zwei Spatzen für ein paar Pfennig? Und doch fällt keiner von ihnen zur Erde ohne den Willen eures Vaters. Bei euch aber sind sogar die Haare auf dem Kopf alle gezählt. Fürchtet euch also nicht! Ihr seid mehr wert als viele Spatzen.

Wer sich nun vor den Menschen zu mir bekennt, zu dem werde auch ich mich vor meinem Vater im Himmel bekennen. Wer mich aber vor den Menschen verleugnet, den werde auch ich vor meinem Vater im Himmel verleugnen.


Geschichte und Legende:

Die 14 Nothelfer ...
die 14 Nothelfer

CHRISTOPHORUS ist wohl der volkstümlichste Märtyrer des Morgen- und Abendlandes und einer der 14 Nothelfer.

Das ältestete Zeugnis der Verehrung des Christophorus ist eine Inschrift über die Deposition von Reliquien in der 452 geweihten Christophorus-Kirche in Chalkedon (Bithynien).

Um das Leben des Christophorus ranken sich viele Legenden. Nach der "Passio", deren älteste Handschriften aus dem 8. Jahrhundert stammen, hieß er Reprobus und war ein menschenfressender Riese mit einem Hundskopf (möglicherweise ist der Text dieser Handschrift "genere canaaneo", "aus chanaanäischem Geschlecht" als "canineo" = "hundsartig", gelesen worden). Er kam nach Samos in Lykien, empfing vor der Stadt auf wunderbare Weise die Taufe, bei der sein Name in Christophorus umgewandelt wurde, und durch Gottes Gnade die menschliche Sprache erlangte.

Christophorus wirkte als Missionar Wunder und bekehrte sehr viele. Darum wurde er festgenommen. Der König ließ ihn in den Kerker werfen und schickte zu ihm zwei Dirnen, die ihn verführen und vom Glauben abwendig machen sollten, aber durch ihn bekehrt wurden. Da versuchte der König, ihn durch furchtbare Marter zum Abfall zu bewegen, erreichte aber nichts und ließ ihn darum enthaupten.

Die "Passio" wurde im 13. Jahrhundert auf deutschem Boden durch die Christusträger-Legende erweitert. Danach zog der Riese Offerus aus der Heimat, weil er dem größten Herrn dienen wollte. Er trat darum in den Dienst eines Königs, der als der mächtigste der Welt galt. Offerus aber erkannte, dass der König den Teufel fürchtete, verließ ihn und begab sich in den Dienst des Teufels. Als dieser dem Kreuz ängstlich auswich und ihm auf seine Frage gestand, er fürchte sich vor Christus, dem Gekreuzigten, verließ Offerus den Teufel, um Christus zu suchen und ihm zu dienen. Er traf einen Einsiedler, der ihm erklärte, Christus sei der höchste König, dem er am besten dienen könne, wenn er die Leute über einen gefährlichen Fluß heil hinüberbringe. Offerus baute sich eine Hütte nahe an der Übergangsstelle des Flusses. In einer Winternacht hörte er dreimal jemanden bitten, ihn über den Fluß zu tragen. Offerus fand einen kleinen Knaben, nahm ihn auf seine Schultern, ergriff seinen Stab und stieg in den Fluß. Doch das Kind wurde zu einer gewaltigen Last. Der Strom schwoll mächtig an und ging über ihn hinweg, während das Kind ihn taufte und ihn "Christophorus" (= "Christusträger") nannte. Am Ufer angekommen, gab sich der Knabe als Jesus Christus zu erkennen.

Der 1298 in Genua verstorbene Dominikaner Jacobus a Voragine hat die Christusträger-Legende in seine Sammlung "Legenda sanctorum" aufgenommen, die als "Legenda aurea", auch in mehrere Sprachen übersetzt, ein spätmittelalterliches Volksbuch wurde. So gelangte die Christophorus-Legende zur größten Volkstümlichkeit. Der christustragende Riese hat seine früheste und weiteste Verbreitung in Kärnten, Tirol, Graubünden und den angrenzenden Alpenländern gefunden. Vom 15. Jahrhundert an wird der Riese mit dem Kind auf der Schulter, wie er den Fluß durchwatet, während der Einsiedler am Ufer mit der Laterne in der Hand steht, unzähligemal dargestellt.

Christophorus ist Patron des Verkehrs, der Schiffer, Flößer Fährleute, Seeleute, Pilger Reisenden, Kraftfahrer, Luftschiffer, Lastenträger, Zimmerleute, Buchbinder, Färber, Hutmacher, Gärtner, Obsthändler, Äpfel, hoffenden Frauen, Kinder; gegen jähen Tod, Pest, Wassergefahren, Unwetter, Hagelschlag, Hungersnot, Widerwärtigkeiten, Wunden, Zahnweh; der Furten und Bergstraßen.

Sein Fest wird am 24. Juli begangen. An einem der naheliegenden Sonntage sammelt die MIVA (Missions-Verkehrs-Arbeitsgemeinschaft) für Missionsfahrzeuge mit der Bitte:

"1 ZehntelCent pro unfallfreiem Kilometer für ein MIVA-Auto"