Über das Leben des Märtyrers Christophorus
ist nicht viel bekannt. Er hat in Kleinasien
vermutlich unter Kaiser Decius (um 250) das Martyrium erlitten.
In Chalkedon wurde ihm 452 ein Kirche geweiht.
Auch in der abendländischen Kirche wurde Christophorus
viel verehrt.
Er gehört zu den Vierzehn
Nothelfern. Aus seinem Namen (Christophorus - Christusträger)
hat sich die Legende entwickelt, er habe auf seinen
Schultern das Christuskind über einen Fluss getragen.
("Schott
Messbuch")
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Evangelium
(Mt 10, 28-33)
Fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten
Fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten,
die Seele aber nicht töten können,
sondern fürchtet euch vor dem, der Seele und Leib ins Verderben
der Hölle stürzen kann.
Verkauft man nicht zwei Spatzen für ein paar Pfennig?
Und doch fällt keiner von ihnen zur Erde ohne den Willen
eures Vaters. Bei euch aber sind sogar die Haare auf
dem Kopf alle gezählt. Fürchtet euch also
nicht! Ihr seid mehr wert als viele Spatzen.
Wer sich nun vor den Menschen zu mir bekennt,
zu dem werde auch ich mich vor meinem Vater im Himmel bekennen.
Wer mich aber vor den Menschen verleugnet, den werde auch ich
vor meinem Vater im Himmel verleugnen.
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die 14 Nothelfer
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CHRISTOPHORUS ist wohl der volkstümlichste
Märtyrer des Morgen- und Abendlandes und
einer der 14
Nothelfer.
Das ältestete Zeugnis der Verehrung des Christophorus ist
eine Inschrift über die Deposition von Reliquien
in der 452 geweihten Christophorus-Kirche in Chalkedon
(Bithynien).
Um das Leben des Christophorus ranken sich viele Legenden.
Nach der "Passio", deren älteste Handschriften
aus dem 8. Jahrhundert stammen, hieß er Reprobus
und war ein menschenfressender Riese mit einem Hundskopf (möglicherweise
ist der Text dieser Handschrift "genere canaaneo", "aus
chanaanäischem Geschlecht" als "canineo" =
"hundsartig", gelesen worden). Er kam nach Samos
in Lykien, empfing vor der Stadt auf wunderbare
Weise die Taufe, bei der sein Name in Christophorus umgewandelt
wurde, und durch Gottes Gnade die menschliche Sprache erlangte.
Christophorus wirkte als Missionar Wunder und
bekehrte sehr viele. Darum wurde er festgenommen. Der König
ließ ihn in den Kerker werfen und schickte zu ihm zwei
Dirnen, die ihn verführen und vom Glauben abwendig
machen sollten, aber durch ihn bekehrt wurden.
Da versuchte der König, ihn durch furchtbare Marter zum Abfall
zu bewegen, erreichte aber nichts und ließ ihn darum enthaupten. |
Die "Passio" wurde im 13. Jahrhundert
auf deutschem Boden durch die Christusträger-Legende
erweitert. Danach zog der Riese Offerus aus der Heimat,
weil er dem größten Herrn dienen wollte. Er trat darum
in den Dienst eines Königs, der als der mächtigste der
Welt galt. Offerus aber erkannte, dass der König den Teufel
fürchtete, verließ ihn und begab sich in den Dienst
des Teufels. Als dieser dem Kreuz ängstlich auswich und ihm
auf seine Frage gestand, er fürchte sich vor Christus, dem
Gekreuzigten, verließ Offerus den Teufel, um Christus
zu suchen und ihm zu dienen. Er traf einen Einsiedler,
der ihm erklärte, Christus sei der höchste König,
dem er am besten dienen könne, wenn er die Leute über
einen gefährlichen Fluß heil hinüberbringe. Offerus
baute sich eine Hütte nahe an der Übergangsstelle des
Flusses. In einer Winternacht hörte er dreimal jemanden bitten,
ihn über den Fluß zu tragen. Offerus
fand einen kleinen Knaben, nahm ihn auf seine Schultern, ergriff
seinen Stab und stieg in den Fluß. Doch das Kind wurde zu
einer gewaltigen Last. Der Strom schwoll mächtig an und ging
über ihn hinweg, während das Kind ihn taufte und ihn
"Christophorus" (= "Christusträger")
nannte. Am Ufer angekommen, gab sich der Knabe als Jesus
Christus zu erkennen.
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Der 1298 in Genua verstorbene Dominikaner Jacobus
a Voragine hat die Christusträger-Legende in seine Sammlung
"Legenda sanctorum" aufgenommen, die als "Legenda
aurea", auch in mehrere Sprachen übersetzt, ein
spätmittelalterliches Volksbuch wurde. So gelangte
die Christophorus-Legende zur größten Volkstümlichkeit.
Der christustragende Riese hat seine früheste und weiteste
Verbreitung in Kärnten, Tirol, Graubünden und den angrenzenden
Alpenländern gefunden. Vom 15. Jahrhundert an wird der Riese
mit dem Kind auf der Schulter, wie er den Fluß durchwatet,
während der Einsiedler am Ufer mit der Laterne in der Hand
steht, unzähligemal dargestellt. |
| Christophorus ist
Patron des Verkehrs, der Schiffer, Flößer
Fährleute, Seeleute, Pilger Reisenden, Kraftfahrer, Luftschiffer,
Lastenträger, Zimmerleute, Buchbinder, Färber, Hutmacher,
Gärtner, Obsthändler, Äpfel, hoffenden Frauen,
Kinder; gegen jähen Tod, Pest, Wassergefahren, Unwetter,
Hagelschlag, Hungersnot, Widerwärtigkeiten, Wunden, Zahnweh;
der Furten und Bergstraßen.
Sein Fest wird am 24. Juli begangen.
An einem der naheliegenden Sonntage sammelt die MIVA
(Missions-Verkehrs-Arbeitsgemeinschaft) für Missionsfahrzeuge
mit der Bitte:
"1
ZehntelCent pro unfallfreiem Kilometer für ein MIVA-Auto"
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