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"Heiliger Abend" bis "Taufe des
Herrn"
Im Kirchenjahr
folgt auf den Advent
die Weihnachtszeit vom "Heiligen Abend"
(24. Dezember) bis zum Fest "Taufe des Herrn" (Sonntag
nach "Dreikönig").
Gott hat sich in Jesus Christus ganz und gar auf die
Welt eingelassen. In ihm wird Gottes Liebe und
Treue einzigartig greifbar und sichtbar, hörbar
und spürbar: Gott steht zu seiner Schöpfung und zu seinem
Geschöpf.
Das Fest der Geburt Jesu Christi ist erstmals
336 n. Chr. in Rom bezeugt. Der Termin des Weihnachtsfestes
(25. 12.) wurde von der römischen Gemeinde auf das heidnische
Staatsfest des „Natale Solis invicti (= Geburtsfest des
unbesiegten Sonnengottes) gelegt: Jesus ist die wahre
Sonne, das Licht der Welt.
Von Anfang an sollte zu Weihnachten nicht nur der Geburt Jesu
alleine gedacht werden, sondern im Besonderen auch dem Beginn
der Erlösungstat Gottes, indem er seinen "eingeborenen
Sohn" in die Welt gesandt hat: Jesus als "Gott
und Mensch wesensgleich in einer Person" (Konzil
von Nizäa, 325 n. Chr.)
Die liturgischen
Feiern:
Weihnachten (24./25.):
- Christmette (Geburt Jesu Christi in
Betlehem: Lk 2, 1-14)
- Hirtenmesse (Begegnung der Hirten
mit dem Kind in der Krippe: Lk 2,15-20)
- Messe am Tag (Johannesprolog: Joh
1,1-18)
Weitere Feste in der Weihnachtszeit:
- Fest des Hl. Stephanus (26.12. - im
Besonderen in der Erzdiözese Wien, weil der hl. Stephanus
der Patron der Domkirche ist)
- Fest der hl. Familie (1. Sonntag nach
Weihnachten)
- Fest des hl. Apostel Johannes (27.12.)
- "Unschuldige Kinder" (28.12.)
- Hochfest der Gottesmutter Maria (1.1.
- Neujahr)
- 2. Sonntag nach Weihnachten
- Erscheinung des Herrn - Epiphanie (6.1.:
"Drei-Königs-Tag")
- Taufe des Herrn (Sonntag nach "Erscheinung
des Herrn
= 1. Sonntag im Jahreskreis)
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Brauchtum:
| Die
Krippe:

Krippenreliev in der
Pfarrkirche Stadlau

"Kunstkrippe" in der
Filialkirche "Mariahilf"
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Das Lukasevangelium
erzählt die Weihnachtsgeschichte, dass Maria
ihren ersten Sohn gebar "und wickelte ihn
in Windeln und legte ihn in eine Krippe,
weil sie in der Herberge keinen Platz fanden" (2,7).
Die Krippen fanden sehr bald Einzug in die Festtradition,
denn bereits im 7. Jahrhundert stellte man in der Kirche
Santa Maria Maggiore in Rom eine Holzkrippe auf. In der
zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts
waren Krippen in Italien bereits weit verbreitet, und in
der Mitte des 16. Jahrhunderts auch im restlichen Europa.
Die Symbolik der Krippen ist sehr dicht:
Der Ochs und der Esel
stammen aus dem Buch Jesaja (1,3): "Der Ochse kennt
seinen Besitzer / und der Esel die Krippe seines Herrn".
Die beiden Menschengruppen bei der Krippe
sind wichtig: die Hirten als Vertreter
des Judentums und die Weisen (Magier) als
die Vertreter des Heidentums. Hier wird auf die universale
Sendung Jesu zu allen Menschen hingewiesen. |
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Der
Christbaum:
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Der erste Weihnachtsbaum, der
auch ein Lebenssymbol ist, schmückte
1597 die Handwerkerzunft von Bremen. Sehr
schnell breitete sich der Brauch weltweit aus, man schmückte
die Tannenbäume mit Papierrosen, Oblaten, Dörrobst,
Äpfeln, Zuckerstücken usw., aber noch nicht mit
Kerzen.
Die Tradition, einander zu Weihnachten zu beschenken,
beginnt etwa um 1450; damals wurden in Konstanz
die Kinder am Weihnachtstag beschenkt. Die Bauern bezogen
auch die Tiere in das Brauchtum mit ein, sie erhielten Äpfel,
Nüsse, Brot als Leckerbissen. |
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Drei-Königs-Tag (Sternsingen):


"Sternsingermesse"
in der
Pfarrkirche Stadlau
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Die Dreizahl der Könige ergab sich
an den drei Geschenken die gebracht wurden: Gold, Weihrauch
und Myrrhe. Die Namen Caspar ("Schatzmeister"),
Melchior ("Mein König ist Licht")
und Balthasar ("Schütze sein
Leben") wurden erst im 5. Jhdt. durch die Überlieferung
zu den "Heiligen Drei Königen". Jeder von
ihnen stand für einen der damals bekannten Erdteile
(Afrika, Asien und Europa). Der Überlieferung nach
ist Caspar der schwarze, Balthasar der gelbe und Melchior
der weiße König.
Eigentlich bedeuten die drei Buchstaben, die von den Sternsingern
an die Türpfosten geschrieben werden
(C + M + B) "Christus mansionem benedicat"
("Christus segnet dieses Haus").
Im Österreich hat die katholische Jungschar
1955 den Brauch des Sternsingens übernommen.
In den Tagen zwischen Neujahr und Dreikönig ziehen
in Österreich etwa 80.000 Kinder und 30.000 Erwachsene
von Haus zu Haus und bringen die Botschaft von der
Geburt Jesu zu den Menschen. Mehr
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