Ostern
Hochfest der Auferstehung des Herrn


|
Ostern
ist Dreh- und Angelpunkt, Anfang und Ende, Begründung
und Widerspruch, ein einziges, unteilbares Geschehen, das
aus zwei Elementen besteht: Es ist das wichtigste
Fest der Christenheit. Hier feiert die Kirche ihre
Begründung und ihren Begründer. In der Erlösungstat
von Tod und Auferstehung hat Gott sich den Menschen geoffenbart.
Dies glaubend zu begreifen, ist seit 2000 Jahren eine Provokation
für die Menschen. Ostern darf nicht als punktuelles,
historisches Ereignis missverstanden werden. Der christliche
Glaube besagt, dass die Offenbarung ein fortwährendes
Geschehen bis zum heutigen Tag ist. Ostern ist
kein Historienspektaktel, Ostern ist das zentrale
Fest der Christen. Gott hat sich auf die Geschichte
mit den Menschen eingelassen, mit allen Konsequenzen. Leiden
und Tod inclusive. Am Ende aber steht der Auferstandene
und die Auferstehung.
Mehr
...
|
Ostermontag
 |
Der Ostermontag gehört
mit dem 26. Dezember und dem Pfingstmontag zu den "zweiten"
Feiertagen an den drei christlichen Hauptfesten.
Weihnachten und Ostern, früher auch Pfingsten, werden
mit einem je achttägigen Fest gefeiert.
Dabei zählt jeder einzelne Wochentag als Hochfest.
Um wenigstens an einem der Werktage einen Festgottesdienstbesuch
zu ermöglichen, wurden die zweiten Feiertage an den
Montagen eingeführt. |
So konnten in den deutschsprachigen Ländern für den Ostermontag
eigene Bräuche entstehen. So erinnert der Emmausgang
oder Emmaus Osterspaziergang an den Gang der beiden Jünger
Christi von Jerusalem nach Emmaus, wo ihnen der auferstandene
Jesus von Nazareth begegnete, den sie jedoch nicht erkannten.
Weißer
Sonntag (= 1. Sonntag nach Ostern)
 |
Der Name „Weißer Sonntag“
hat seinen Ursprung in der frühen Kirche: Die
in der Osternacht Getauften trugen ihre weißen
Taufkleider während der gesamten Osterwoche (Weiße
Woche) bis einschließlich des Sonntags nach Ostern (Weißer
Sonntag). Heute gehen an diesem Tag in vielen Pfarren die
Kinder das erste Mal zur heiligen Kommunion. |
2.
- 7. Sonntag nach Ostern
 |
Diese Zeit ist mit einem Weg
zu vergleichen: Auf diesem Weg („Auferstehungsweg“)
darf sich das Geheimnis des Osterfestes und die Freude über
den Auferstandenen (in uns) entfalten. In den Lesungen erfährt
die Sonntagsgemeinde vom Leben, Zeugnis und Wachstum
der Urkirche (Apostelgeschichte). Die Osterevangelien
(Lukas bzw. Johannes) erzählen von Begegnungen
des Auferstandenen mit seinen Jüngern: „Jesus
ist auferstandenen und erschienen“. Abschnitte aus der
Hirtenrede und den Abschiedsreden Jesu prägen die letzten
Sonntage vor Pfingsten. |
Christi
Himmelfahrt
 |
Die "Himmelfahrt" des auferstandenen Jesus
Christus wird im Lukasevangelium und in der Apostelgeschichte
ausführlicher beschrieben. Dort heißt es (Apg 1,
9-11), dass Christus vierzig Tage nach dem Osterfest mit seinen
Jüngern beisammen war. Vor ihren Augen wurde
er emporgehoben, eine Wolke nahm ihn auf und entzog
ihn den Blicken der Jünger. ... "Dieser Jesus, der
von euch ging und in den Himmel aufgenommen werde, wird ebenso
wiederkommen, wie ihr ihn habt zum Himmel hingehen
sehen." |
Das kirchliche Hochfest der Himmelfahrt Christi wird darum vierzig
Tage nach dem Ostersonntag gefeiert, also immer an dem
Donnerstag zwischen 6. und 7. Sonntag nach Ostern.
Pfingsten,
Hochfest
 |
Pfingsten gehört zu den österlichen
Festen und der Pfingstmontag beschließt den
österlichen Festkreis. Mit Leiden, Tod und Auferstehung
des Sohnes hat Gott unwiderruflich sein Interesse
an den Menschen bekundet. Nun sendet er noch den
Heiligen Geist. Dieses Geschehen ist die
Brücke zwischen der einmaligen Erlösungstat
und dem fortwährenden Wirken Gottes auf Erden.
Der Heilige Geist ist keine weitere Gottheit, er ist in der
Sprache Gottes der Ausdruck für: „Ich bin
bei Euch, alle Tage bis ans Ende der Welt.“ |
| Das zweite Kapitel der Apostelgeschichte
bringt hier sehr anschaulich zum Ausdruck, wovon alle Evangelisten
und auch die weiteren Verfasser des Neuen Testamentes überzeugt
sind: Von der Wirklichkeit, dass alle, die an den
Auferstandenen glauben, mit dem Geist beschenkt werden.
Lukas erzählt von den versammelten Jüngern, von
"Zungen wie von Feuer", die auf
die Jünger herabkamen und von dem ersten Wirken der Jünger.
Ihre Predigt konnten alle, die gerade in Jerusalem waren,
verstehen. |
 |
| Die Sprach- und Gedankenwelt des Lukas ist Menschen von
heute nur schwer zugänglich und so wird sein Zeugnis
mitunter als Live-Bericht verstanden. Ihm geht es aber, weit
über ein historisches Ereignis mit kosmischen Begleiterscheinungen
hinaus, um die Überlieferung von Geschehnissen,
in denen Urchristen die Gegenwart und Wirkmächtigkeit
des Heiligen Geistes glaubend erkannten. |
 |
Lukas erwähnt ausdrücklich die Taufe
vieler. Jetzt ist die Dreifaltigkeit ganz
geoffenbart und die Kirche steht allen offen,
die an Gott glauben. Die Zeit der Kirche ist angebrochen.
|
|