| Dreifaltigkeits-
bis Christkönig-Sonntag
Zwischen Pfingsten
und dem Beginn des neuen Kirchenjahres (Advent)
liegt der zweite Teil der "Zeit im Jahreskreis":
Dreifaltigkeitssonntag
9. - 33. Sonntag im Jahreskreis
Christkönig-Sonntag
In diese Zeit fällt auch "Fronleichnam"
(Hochfest des Leibes und Blutes Christi) 10 Tage nach
Pfingsten, sowie das "Herz-Jesu-Fest"
am Freitag in der Woche nach Fronleichnam.
Weitere kirchliche Festtage in
diesem Zeitraum sind:
- Geburt des hl. Johannes des
Täufers ( 24.6.)
- Apostel Petrus und Paulus (29.6.)
- Verklärung des
Herrn (6.8.)
- Mariä Aufnahme
in den Himmel (15.8.)
-
Mariä Geburt (8.9.)
- Kreuzerhöhung
(14.9.)
- Schutzengelfest (2.10.)
- Allerheiligen (1.11.)
- Allerseelen (2.11.)
- Weihetag der Lateranbasilika
(9.11.)
- Christkönig-Sonntag
(letzter Sonntag im Kirchenjahr)
In der römisch-katholischen Liturgie sorgt
eine Leseordnung dafür, dass die verschiedenen
Teile der Bibel im Gottesdienst vorgetragen werden. Näheres
dazu siehe Jahreskreis-I.
Dreifaltigkeitssonntag:
(Sonntag nach Pfingsten) |
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„Wir
haben seine Herrlichkeit gesehen“, schreibt
der Evangelist Johannes: die Herrlichkeit des Sohnes,
die keine andere ist als die des Vaters:
der Glanz seiner Herrlichkeit, die Macht seiner Liebe. Und
wir haben den Geist empfangen, der uns zu Söhnen
Gottes macht.
Die heilige Dreifaltigkeit ist nicht ein in sich
selbst ruhendes Geheimnis. Von jeher spricht Gott
sein Wort in die geschaffene Welt und im Wort ist die Kraft
seines Geistes.
Wir machen das Kreuzzeichen und sagen:
Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.
Was hat das Kreuz mit den drei göttlichen Personen
zu tun? Es ist das Zeichen des Sohnes, des Menschensohnes,
der am Kreuz für uns starb. Im Sohn wohnt die Fülle
der Gottheit; der Vater ist im Sohn und der Sohn
im Vater durch den heiligen Geist. Der Heilige
Geist ist auch die innige Zuwendung Gottes zu seiner Schöpfung,
er ist die wesentliche Liebe. Und wer in der Liebe
bleibt, bleibt in Gott, und Gott bleibt in ihm.
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Fronleichnam:
(10 Tage nach Pfingsten) |
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Fronleichnam feiert
die Gegenwart des auferstandenen Jesus im eucharistischen
Brot und läßt diese Gegenwart zum Segen
für die Häuser und Felder werden.
Wie ist diese Gegenwart zu verstehen?
Offensichtlich bleibt das Brot Brot und der Wein
wird nicht in Blut verwandelt. Man muss aber zwischen
dem inneren Wesenskern (dem eigentlichen
Sein) und der äußeren Erscheinung
(Materie) unterscheiden: Verwandelt wird der Wesenskern,
die äußere Erscheinung bleibt.
Heute erklärt man diese Wandlung symbolisch:
Wie ein Stück Stoff zu einer Fahne wird und man eine
Nation beleidigen kann, wenn man ihre Fahne herunterreißt
und auf ihr herumtrampelt, gewinnen Brot und Wein
eine neue Wirklichkeit, die untrennbar mit dem
Materiellen verbunden ist.
Das Fest wird an einem Donnerstag begangen, weil am Gründonnerstag
Jesus das eucharistische Mahl zum ersten Mal mit seinen
Jüngern gefeiert hat. |
Herz-Jesu-Fest:
(am Freitag in der Woche nach Fronleichnam) |
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Das Herz-Jesu-Fest
hat seine Wurzeln in der mittelalterlichen Christusfrömmigkeit,
welche sich auf das Herz
des Erlösers Jesus Christus konzentrierte. Nach den
Visionen der Nonne
Margareta Maria Alacoque wurde es auf den jetzigen
Termin festgelegt. 1856 wurde es Fest in der gesamten römisch-katholischen
Kirche, 1970 wurde es als "Hochfest" im römischen
Messbuch eingetragen. Mehr
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Geburt
Johannes des Täufers:
(24.6.) |
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Johannes der Täufer
ist außer Maria der einzige Heilige, dessen Geburt in
der Liturgie gefeiert wird (6 Monate vor der Geburt
Jesu, vgl. Lk 1,36). Die ungewöhnlichen
Umstände seiner Geburt (Lk 1,5-17) weisen auf
die Bedeutung des Johannes in der Heilsgeschichte
hin. Er steht an der Schwelle vom Alten zum Neuen Bund. Die
ersten Jünger Jesu kamen aus dem Kreis der Johannesjünger. |
Apostel
Petrus und Paulus:
(29.6.) |
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Die Apostel Petrus
und Paulus haben beide - historisch gesichert - unter Kaiser
Nero das Matyrium erlitten. Das Todesjahr
dürfte zwischen 64 und 67 n. Chr. gewesen sein.
Petrus war von Anfang an ein Jünger
Jesu und hieß ursprünglich Simon. Jesus gab ihm
den Namen "Fels" (lat. Petrus)
- Mt. 16, 18.
Paulus war zuerst ein großer Gegner
der Christen. Mit dem Bekehrungserlebnis
vor Damaskus (Apg. 9) wurde er ein eifriger Verkünder
der frohen Botschaft Jesu. Mehr
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Verklärung
Jesu: (6.8..) |
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Die Verklärung
Jesu wird von Matthäus (Mt. 17), Markus (Mk. 9) und Lukas
(Lk. 9) berichtet und im 2. Petrusbrief erwähnt.
Ein Fest der Verklärung wird in der Ostkirche
sicher seit dem 6. Jhdt. gefeiert. In der abendländischen
Kirche wurde es 1457 eingeführt. Mehr
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Maria
Himmelfahrt: (15.8..) |
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Schon vor dem Konzil
von Chalcedon im Jahr 451 war in der Ostkirche
die Feier der leiblichen Aufnahme Mariens in den Himmel.
Es wird heute als Hochfest Mariä Aufnahme
in den Himmel gefeiert und hat durch die am 1. November
1950 durch Papst Pius XII. erfolgte Dogmatisierung
der Aufnahme Mariens mit Leib und Seele in den Himmel einen
starken Akzent erhalten. Warum gerade dieses Fest mit
Kräutern in Verbindung steht, lässt sich
nur spekulativ beantworten. Mehr
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Kreuzerhöhung:
(14.9.) |
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Am 14. September
335 wurde in Jerusalem im Auftrag von Kaiser Konstantin
die Auferstehungskirche - heute als Grabeskirche
bekannt - geweiht; dabei richtete Bischof Makarios
I. ein Kreuz auf. Nachdem die Perser dieses Kreuz
geraubt hatten, wurde es von Kaiser Heraklius 628 zurückerobert
und eigenhändig wieder am ursprünglichen Platz aufgestellt.
Erstmals 415 wurde in Jerusalem das Weihefest der
Kreuzkirche gefeiert, 629 wurde es auf den 14. September
festgesetzt. Seitdem ist es oft mit der Verehrung von Kreuzreliquien
verbunden. Mehr
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Schutzengelfest:
(2.10.) |
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Im Alten Testament
werden die Engel auch als "Heilige" oder als "Söhne Gottes"
bezeichnet. Unter ihnen werden die Kerubim und die Serafim
besonders hervorgehoben. Einzelne werden mit Namen genannt:
Michael ("Wer ist wie Gott?"), Gabriel ("Kraft
Gottes" oder "Held Gottes"), Rafael ("Gott heilt"). |
Im Neuen Testament
spielen die Engel eine Rolle im Leben Jesu und der Urkirche.
Es gibt dämonische, satanische Mächte, und
es gibt auch die guten Engel, die den Menschen helfen,
sie führen und beschützen.
1670 hat Papst Klemens X. das Schutzengelfest für
die ganze Kirche vorgeschrieben und auf den 2. Oktober festgelegt.
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Allerheiligen:
(1.11.) |
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Allerheiligen ist
ein Hochfest an dem die katholische
Kirche aller ihrer Heiligen, also nicht nur derer,
die offiziell heilig gesprochen sind, sondern auch (und insbesondere)
der Heiligen, "um deren Heiligkeit niemand weiß
als Gott." Das Fest wurde eingeführt, da
es unmöglich war, jeden Heiligen an einem besonderen
Tag zu feiern. Durch Papst Gregor IV. wurde es 835
für die Westkirche auf den 1. November festgelegt, den
Jahrestag der Um-Weihe des heidnischen römischen Pantheon
zur christlichen Kirche, die eben allen Heiligen (bzw. Märtyrern)
gewidmet war. Mehr
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| Am Vorabend, am
31. Oktober, wird Halloween
gefeiert (das allerdings kein christliches Fest darstellt)
sowie von Protestanten der Reformationstag, am Tag danach
ist Allerseelen. |
Allerseelen:
(2.11.) |
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Jährliche
Gedenktage für alle Verstorbenen (ursprünglich
um durch Gebet, Almosen und Fürbitte die Leiden der "armen
Seelen" der Verstorbenen im Fegefeuer zu erleichtern)
gibt es in der Westkirche seit dem frühen Mittelalter.
Der Allerseelentag geht auf den heiligen Abt Odilo von Cluny
zurück (Dekret vom Jahr 998). Bald wurde der Allerseelentag
auch außerhalb der Klöster gefeiert. Für Rom
ist er seit Anfang des 14. Jahrhunderts bezeugt. Mehr
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Weihetag
der Lateranbasilika:
(9.11.) |
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Die dem allerheiligsten
Erlöser und seit dem 12. Jahrhundert auch dem
hl. Johannes dem Täufer geweihte Lateranbasilika
ist die älteste Papstkirche und führt
den Titel „Mutter und Haupt aller Kirchen des Erdkreises“.
Im anliegenden Lateranpalast residierten die Päpste vom
4. bis zum 14. Jahrhundert. Die Kirche wurde von Kaiser
Konstantin errichtet und im Jahr 324 von
Papst Silvester I. eingeweiht. Die durch Brand, Erdbeben
und Plünderungen heimgesuchte Kirche wurde im Lauf der
Jahrhunderte wiederholt restauriert. Papst Benedikt
XIII. hat sie am 28. April 1726 nach größeren
Restaurationsarbeiten neu eingeweiht und den 9. November
als Kirchweihtag der Basilika bestätigt. |
Christkönig-Sonntag:
(letzter Sonntag im Kirchenjahr) |
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Der Christkönig-Sonntag
ist in der römisch-katholischen Kirche der letzte
Sonntag des Kirchenjahres, der Sonntag
vor dem ersten Adventssonntag.
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| Das Christkönigsfest ist recht jung: Es wurde anlässlich
des Heiligen Jahres 1925 zur 1600-Jahr-Feier des
Konzils von Nicäa 325 von Papst Pius XI.
mit seiner Enzyklika Quas Primas vom 11. Dezember 1925 eingesetzt.
Es wurde zunächst am letzten Sonntag im Oktober gefeiert.
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Kirchenjahr
Advent
Weihnachtszeit
Jahreskreis-I
Fastenzeit
Osterzeit
Jahreskreis-II

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