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"Taufe des Herrn" bis Aschermittwoch
Zwischen den beiden Festkreisen Weihnachten
und Ostern (beginnend mit der Fastenzeit) ist der erste Teil der
"Zeit im Jahreskreis" als Bindeglied
eingefügt.
1. Sonntag im Jahreskreis (Sonntag nach dem 6. Jänner:)
"Taufe des Herrn"
2. - 5. Sonntag im Jahreskreis
(Nach Bedarf: 6. - 8. Sonntag im Jahreskreis)
In diese Zeit fällt auch das Fest "Darstellung
des Herrn" (Maria Lichtmess), sowie die Gedenktage
des heiligen Franz von Sales (24.1.) und des
heiligen
Johannes Bosco (31.1.)
In der römisch-katholischen Liturgie sorgt eine Leseordnung
dafür, dass die verschiedenen Teile der Bibel im Gottesdienst
vorgetragen werden.
Deshalb wurden drei Jahreszyklen für die Sonntage (Lesejahr
A, B, C) mit je drei Lesungen eingeführt:
- eine aus dem Ersten (Alten)Testament (während
der Osterzeit aus der Apostelgeschichte)
- eine aus den (Apostel-)Briefen (Episteln)
- eine aus den Evangelien (nach Matthäus,
Markus, Lukas, Johannes)
Das Lesejahr A legt den Schwerpunkt auf das Evangelium nach Matthäus,
Lesejahr B auf Markus und Lesejahr C auf Lukas. Das Evangelium
nach Johannes wird an einzelnen speziellen Sonntagen (z.B. Leidensgeschichte
am Karfreitag) eingefügt.
2007/08: A
2008/09: B
2009/10: C
usw.
Vielerorts wird aus den zwei ersten Lesungen nur eine vorgetragen,
wodurch jedoch die Fülle der Bibel nicht ganz in die Verkündigung
einfließt.
Die Leseordnung für die Wochentage ist in I und II eingeteilt.
Hier werden weitere Schriftstellen aus der Bibel abwechselnd vorgetragen.
2006/07: I
2007/08: II
usw.
Die Lesungen sind thematisch in das Liturgische Jahr (Kirchenjahr)
eingebettet.
Taufe
des Herrn: (Sonntag
nach dem 6. Jänner) |

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Dieses Fest erinnert
an die Taufe Jesu durch Johannes den Täufer im
Jordan (Mk 1,7-11; Mt 3,13-17; Lk 3,15-22; 1 Joh
5,1-9). Mit der Taufe im Jordan beginnt Jesu öffentliches
Wirken. Die Worte des Täufers bezeugen Jesus
als Messias, den Sohn Gottes, der als Gottes ewiges
Wort ganz Mensch geworden ist, um sich selbst zu opfern, damit
die Menschheit wieder mit Gott "versöhnt" wird. |
Darstellung
des Herrn: (2. Februar, Maria
Lichtmess) |

(Lorettokapelle, Paulanerkirche, Wien)
Lobgesang
des Simeon
(Lk 2,29-32)
Nun
lässt du, Herr, deinen Diener, wie du gesagt
hast, in Frieden scheiden.
Denn meine Augen haben das Heil gesehen, das du
vor allen Völkern bereitet hast, ein Licht,
das die Heiden erleuchtet, und Herrlichkeit für
dein Volk Israel.
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Der 40. Tag nach der Geburt eines männlichen Kindes war
nach alttestamentlicher Vorschrift der Tag, an dem die Eltern
dem Priester im Tempel ein Reinigungsopfer
übergeben mußten (Ex 13,2; 13,12; Num 18,16).
Auch Maria und Joseph haben sich an diese Regel gehalten
(vgl. Lk 2,22-39). Da Christi Geburt in den ersten Jahrhunderten
am 6. Jänner gefeiert wurde, ergab sich als Gedächtnistermin
der 14. Februar.
In der Ostkirche wurde es als „Fest der Begegnung
des Herrn“ verstanden: der Messias kommt
in seinen Tempel und begegnet dem Gottesvolk des Alten Bundes,
vertreten durch Simeon und Hanna. Das 542 durch Kaiser Justinian
I. (527 - 565) für Byzanz angeordnete Fest war von
Rom schnell übernommen worden. In der Westkirche wurde
es allerdings mehr ein Marienfest: „Reinigung
Marias“ nach dem jüdischen Gesetz (Lev
12).
Als im Westen das Fest der Geburt Christi auf den 25. Dezember
vorrückte, rückte dieser Festtermin nach und damit
auf den 2. Februar. Kerzenweihe und Lichterprozession
kamen erst später hinzu. Seit der Liturgiereform von
1960 wird „Mariä Lichtmess“
auch in der römischen Kirche wieder als Fest des Herrn
gefeiert: Fest der „Darstellung des Herrn“. |
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Jahreskreis-II

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