Das "Kirchenjahr"
Advent

01 / 282 22 44
pfarre.stadlau@donbosco.at

1. Adventsonntag bis 24. Dezember

Mit dem Advent beginnt ein neues Kirchenjahr.
Da es die Wirkungsgeschichte Jesu auf der Erde darstellt, beginnt es mit der Erwartung auf Christi Geburt, dem Advent. Der Name leitet sich vom lateinischen Wort Adventus, also "Ankunft", ab. Schon im Ersten (Alten) Testament erwarteten die Menschen die Ankunft des Messias (hebr. "maschiah" = "der Gesalbte", griech. "Christos", lat. "Christus"), der sie von allem Bösen erlöst.
Man erwartete einen in der Zukunft auftretenden Heilskönig aus dem Geschlecht Davids
(Erlöser: hebr. go´el, griech. soter, lat. redemptor oder salvator).
Mit der Geburt Jesu Christi ist dieser Messias gekommen, in dem Gott uns seinen eigenen Sohn geschenkt hat, der Mensch geworden ist.

Die Adventszeit war früher eine strenge Fastenzeit. Lebkuchen und Weihnachtsgebäck waren ebenso verpönt wie Fleisch und Wurst, während Fisch erlaubt war. Auch Tanzen war verboten, weshalb zum Kathreinstag kurz vor dem ersten Adventssonntag noch große Tanzfeste, die Kathreinstänze, gefeiert wurden. Erst mit der Christmette (ursprünglich um 24 Uhr des Heiligen Abends) war das Fasten beendet. Daher wurde am "Heiligen Abend" selbst auch der "Weihnachtskarpfen" Tradition und erst am "Christtag" wieder Fleisch und Wurst gegessen.

Auch wenn das Fasten mittlerweile nicht mehr üblich ist, hat die Adventszeit ihren Charakter als Vorbereitungszeit behalten. Der Adventkranz weist mit seinen vier Kerzen, die nacheinander Sonntag für Sonntag entzündet werden, auf das Licht hin, das mit Jesus Christus in die Welt gekommen ist. Auch die Barbarazweige, die am 4. Dezember kahl in die Vase gestellt werden und zum Weihnachtsfest erblühen, deuten das neue Leben an, das Gott uns durch die Geburt seines Sohnes schenkt.

Ebenso soll uns das Brauchtum zu Nikolaus (6. Dezember) mit der Erinnerung an die guten Taten des kleinasiatischen Bischofs in den Anfängen des Christentums bewegen, anderen Menschen zu helfen.
Am 8. Dezember feiert die Kirche das "Hochfest der ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria" (mehr zu diesem Fest ...)

Trotz der vorweihnachtlichen Hektik bewahren sich viele Menschen zunehmend ein Gespür für die Ruhe, die mit der Zeit der Erwartung auf Weihnachten verbunden ist. Hausgottesdienste (zum Beispiel: "Herbergsuche"), die im Familienkreis gefeiert werden, sind wieder in Mode gekommen. Auch Betriebs- und Vereinsfeiern können statt eines rauschenden Festes wieder Möglichkeiten zur Besinnung bieten.


Kirchenjahr

Advent

Weihnachtszeit

Jahreskreis-I

Fastenzeit

Osterzeit

Jahreskreis-II

Kirchenjahr 2004/2005 ...