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1. Adventsonntag bis 24. Dezember
Mit dem Advent beginnt ein neues Kirchenjahr.
Da es die Wirkungsgeschichte Jesu auf der Erde darstellt, beginnt
es mit der Erwartung auf Christi Geburt, dem
Advent. Der Name leitet sich vom lateinischen Wort Adventus,
also "Ankunft", ab. Schon im Ersten (Alten) Testament
erwarteten die Menschen die Ankunft des Messias (hebr. "maschiah"
= "der Gesalbte", griech. "Christos", lat.
"Christus"), der sie von allem Bösen erlöst.
Man erwartete einen in der Zukunft auftretenden Heilskönig
aus dem Geschlecht Davids
(Erlöser: hebr. go´el, griech. soter, lat. redemptor
oder salvator).
Mit der Geburt Jesu Christi ist dieser Messias gekommen, in dem
Gott uns seinen eigenen Sohn geschenkt hat, der Mensch geworden
ist.
Die Adventszeit war früher eine strenge
Fastenzeit. Lebkuchen und Weihnachtsgebäck waren
ebenso verpönt wie Fleisch und Wurst, während Fisch
erlaubt war. Auch Tanzen war verboten, weshalb zum Kathreinstag
kurz vor dem ersten Adventssonntag noch große Tanzfeste,
die Kathreinstänze, gefeiert wurden. Erst mit der Christmette
(ursprünglich um 24 Uhr des Heiligen Abends) war das Fasten
beendet. Daher wurde am "Heiligen Abend" selbst auch
der "Weihnachtskarpfen" Tradition und erst am "Christtag"
wieder Fleisch und Wurst gegessen.
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Auch wenn das Fasten mittlerweile nicht mehr
üblich ist, hat die Adventszeit ihren Charakter als Vorbereitungszeit
behalten. Der Adventkranz weist mit seinen
vier Kerzen, die nacheinander Sonntag für Sonntag entzündet
werden, auf das Licht hin, das mit Jesus Christus in die Welt
gekommen ist. Auch die Barbarazweige, die
am 4. Dezember kahl in die Vase gestellt werden und zum Weihnachtsfest
erblühen, deuten das neue Leben an, das Gott uns durch
die Geburt seines Sohnes schenkt. |
Ebenso soll uns das Brauchtum zu Nikolaus
(6. Dezember) mit der Erinnerung an die guten Taten des kleinasiatischen
Bischofs in den Anfängen des Christentums bewegen, anderen
Menschen zu helfen. Am 8. Dezember feiert
die Kirche das "Hochfest der ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau
und Gottesmutter Maria"
(mehr
zu diesem Fest ...)
Trotz der vorweihnachtlichen Hektik
bewahren sich viele Menschen zunehmend ein Gespür
für die Ruhe, die mit der Zeit der Erwartung auf
Weihnachten verbunden ist. Hausgottesdienste (zum Beispiel: "Herbergsuche"),
die im Familienkreis gefeiert werden, sind wieder in Mode gekommen.
Auch Betriebs- und Vereinsfeiern können statt eines rauschenden
Festes wieder Möglichkeiten zur Besinnung bieten.
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