|
Palmsonntag bis Karsamstag
Palmsonntag
 |
Der Palmsonntag steht am Beginn
der "Heiligen Woche" (=Karwoche). An diesem Tag
gedenken wir des Einzugs Jesu in Jerusalem
(Joh. 12,12-16) und seiner Passion (Mk 14,1-15,47).
So wie Jesus damals in Jerusalem einzog und als König
gefeiert wurde, so ziehen wir (nach der Segnung
der Palmzweige) mit Palmzweigen in die Kirche ein.
Wir bekunden öffentlich: Jesus Christus ist unser König.
|
Wir wissen, der Triumphzug endete erbärmlich
am Holz des Kreuzes. Auch die Nachfolge Jesu kann manchmal
sehr mühsam sein. Der Wortgottesdienst greift den Leidensweg
des Herrn auf: Je nach Lesejahr wird die Passion nach Matthäus
(A), Markus (B) und Lukas (C) gelesen. Der Tod Jesu und das Begräbnis
schließen die Passion ab. Die Atmosphäre des Gottesdienstes
liegt in einer gewissen Spannung zwischen Leben, Tod und
österlicher Auferstehungsfreude. Gebete (euch. Hochgebet)
und Lieder (Hosanna-Rufe) sind ein Beleg dafür.
Gründonnerstag
Der Name Gründonnerstag leitet sich vom mittelhochdeutschen
„gronan“ (=weinen) ab, das in den Worten
grienen oder greinen heute noch lebendig ist. An diesem Tag wurden
die Sünder, die Buße geleistet hatten (die „Weinenden“),
wieder in die gottesdienstliche Gemeinde aufgenommen.
|


|
Die Abendmahlsmesse ist vom Gedächtnis des Letzten Abendmahls
Jesu (1 Kor 11,23-26) und von der Einsetzung der
Eucharistie geprägt. Eine Besonderheit dieses
Tages ist die Liturgie der Fußwaschung,
die auf Jesu innerste Haltung hinweist: Zeichen
seiner hingebenden Liebe. Bei Johannes steht der
Bericht von der Fußwaschung (Joh. 13,1-15) an der
Stelle des Abendmahlberichts der anderen Evangelien: Jesus
macht in der Fußwaschung an seine Jünger deutlich,
was das eucharistische Mahl bedeutet. Anteil haben an seiner
Liebe.
Daraus erwächst ein neues Gebot für die Gemeinde:
Liebt einander! Wie ich euch geliebt habe, so sollt
auch ihr einander lieben. Daran werden alle erkennen, dass
ihr meine Jünger seid: wenn ihr einander liebt (Joh
13, 34-35). Oder wie es später Augustinus formulierte:
„Empfangt, was ihr seid: Leib Christi. Werdet, was
ihr empfangt: Leib Christi." |
Karfreitag
Der Name Karfreitag kommt vom althochdeutschen kara (=Trauer,
Klage). Die Kreuzweg-Erfahrungen Jesu damals sind oft auch
unsere Kreuzweg-Erfahrungen heute. So dürfen wir in unserem
Leid und unserer Ohnmacht Jesus begegnen. Jesus geht auch heute
noch unsere „Kreuzwege“ mit!
 |
Der Höhepunkt des Karfreitags ist die Liturgie
der Todesstunde Jesu mit der Verehrung des
Kreuzes - nicht als Zeichen der Schmach und Schande,
sondern als Sinnbild für unser Heil und unsere Befreiung.
Denn Gottes Liebe ist mächtiger als der Tod:
„Dein Kreuz, o Herr, verehren wir, und deine heilige
Auferstehung preisen wir: Denn siehe, durch das Holz des Kreuzes
kam Freude in alle Welt.“ |
Karsamstag
 |
Am Karsamstag gibt es keine liturgische Feier:
Jesus ruht im Grab. „Er ist hinabgestiegen
in das Reich des Todes“, wie wir es im Glaubensbekenntnis
beten. In vielen Kirchen wird ein "Grab" nachgebaut
und Jesus im "ausgesetzten" Allerheiligsten
angebetet ("Grabwache"). |
|
Kirchenjahr
Advent
Weihnachtszeit
Jahreskreis-I
Fastenzeit
Osterzeit
Jahreskreis-II

|