Pfarre Stadlau
Gemeindeaugasse 5
1220 Wien
Gewissenserforschung heute 01 / 282 22 44 pfarre.stadlau@donbosco.at
 

• Worauf hattest du vornehmlich dein Augenmerk gerichtet – auf Materielles, Immaterielles, Geistiges oder Zwischenmenschliches?
• War es die angenehm, etwas Schlechtes über andere zu hören? Hast du dich eventuell an diesem Reden beteiligt, statt zu schweigen oder gar den anderen in Schutz zu nehmen?
• Konntest du Maßhalten im Essen, Trinken, bei Vergnügungen aller Art und in deiner Sexualität?
• Sahst du in den Sakramenten ein Heilsmittel, das uns immer wieder mit Gott versöhnen möchte? Inwieweit hast du dieses uns entgegenkommende Angebot der Liebe Gottes ausgeschlagen oder nicht wahrhaben wollen?
• Warst du fähig, anderen wie auch Gott gegenüber deinen Dank und deine Liebe auszudrücken?
• Hörtest du – besonders in rauen Zeiten – auf die leise Stimme deines Gewissens? Hast du gute und eindeutig in dir sprechende Intuitionen zugelassen und sie verwirklicht?
• Wie bist du mit deiner Gesundheit und den natürlichen Lebenskräften umgegangen? Hast du sie missachtet oder gar verschleudert, ohne sie für ein höheres Ziel einzusetzen?
• Bist du mit den dir anvertrauten materiellen Werten verantwortungsvoll umgegangen und hast andere daran teilhaben lassen?
• In was hast du – außerhalb deiner beruflichen und menschlichen Pflichten – deine kostbare Lebenszeit investiert?
• Wie hast du dich verhalten, wenn dir Glück zuteil wurde und sich dir Gelegenheit zu einem „guten Leben“ boten?
• Wie weit reichte deine Sorge für die dir am nächsten Stehenden und die dir von Gott anvertrauten Menschen?
• Was hast du unter dem Wort „Barmherzigkeit“ verstanden? Hatte diese Art der Liebe einen konkreten Platz in deinem Leben?


Denke nun – nach deinem Blick in die Vergangenheit – über zukünftiges nach:
• Was wirst du antworten, wenn du am Ende dieses Lebens gefragt wirst, was das Wichtigste auf dieser Welt für dich war?
• Kannst du dir vorstellen, wovon du nach deinem irdischen Tod leben wirst – dann, wenn du über keine zeitlichen und materiellen Güter mehr verfügst?

Aus: Peter Dyckhoff in: „Über die Brücke gehen“ (Don Bosco Verlag, München 2001)