Seit dem Mittelalter gab es drei übliche Rosenkranzgebete:
den freudenreichen Rosenkranz: die Geburt Jesu,
seine Kindheit und seine Jugend
den schmerzhaften Rosenkranz: Betrachtung des Leidens
und Sterbens Jesu
den glorreichen Rosenkranz: die Verherrlichung
Christi.
Zwischen den freudenreichen und schmerzhaften Rosenkranz
hat Papst Johannes Paul II. den von ihm formulierten „lichtreichen
Rosenkranz“ eingeführt, der das Wirken
Jesu betrachtet:
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Jesus,
der von Johannes getauft worden ist
Mt 3, 13 - 17:
"Damals kam Jesus aus Galiläa an den Jordan zu Johannes,
um sich von ihm taufen zu lassen. Johannes aber wollte ihn zurückhalten
und sagte: "Ich hätte nötig, von dir getauft zu werden,
und du kommst zu mir?" Jesus antwortete ihm: "Laß
es jetzt zu; denn so müssen wir alle Gerechtigkeit erfüllen."
Da ließ er ihn zu. Als Jesus getauft war, stieg er sogleich
aus dem Wasser. Da öffnete sich der Himmel. Er sah den Geist
Gottes wie eine Taube herabschweben und über sich kommen. Und
eine Stimme aus dem Himmel rief: "Das ist mein geliebter Sohn,
an dem ich Wohlgefallen habe."
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Betrachtung:
Jesus, der unschuldig war, ließ sich aus Gehorsam zu seinem
Vater im Jordan von Johannes taufen. Gott schickte den Heiligen
Geist in Form einer Taube und hat damit die Welt das erste Mal auf
seinen Sohn hingewiesen. Er sagte: "Dies ist mein geliebter
Sohn". Genauso wie Gott seinen Sohn liebt, liebt er auch uns
und möchte, daß wir zu ihm gehören.
Jesus, wir möchten auch zu Dir gehören. Schenke uns Mut
und Kraft, den Glauben an Dich auch anderen weiterzuerzählen
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Jesus,
der sich bei der Hochzeit in Kana offenbart hat
Joh 2, 1 - 11:
"Drei Tage später fand zu Kana in Galiläa eine Hochzeit
statt, und die Mutter Jesu war dort. Auch Jesus und seine Jünger
waren zur Hochzeit geladen. Als der Wein ausging, sagte die Mutter
Jesu zu ihm: "Sie haben keinen Wein mehr." Jesus erwiderte:
" Frau, was habe ich nunmehr mit dir zu schaffen" Seine
Mutter sagte zu den Dienern: "Tut, was er euch sagt!"
Nun standen dort sechs steinerne Wasserkrüge für die
bei den Juden übliche Reinigung. Jesus gebot ihnen: "Füllt
die Krüge mit Wasser." Sie füllten sie bis zum Rand.
Dann sagte er zu ihnen: "Schöpft jetzt davon und bringt
es dem Tafelmeister." Als der Tafelmeister das Wasser, das
zu Wein geworden war, gekostet hatte rief er den Bräutigam
und sagte zu ihm: "Jedermann setzt zuerst den guten Wein vor
und erst, wenn die Leute trunken sind, den geringeren. Du hast den
guten Wein bis jetzt aufbewahrt." So machte Jesus zu Kana in
Galiläa den Anfang mit seinen Zeichen. Er offenbarte dadurch
seine Herrlichkeit, und seine Jünger glaubten an ihn."
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Betrachtung:
Maria bat ihren Sohn Jesus bei der Hochzeit zu Kana, das Wasser
in Wein zu verwandeln, weil die Gäste keinen Wein mehr hatten.
Weil seine Mutter Maria an ihn glaubte und ihn so lieb darum gebeten
hat, erfüllte er ihr den Wunsch. Und so konnten auch seine
Jünger sehen, was die Kraft des Glaubens und der Liebe bei
Jesus alles bewirken kann.
Jesus, lass auch meinen Glauben so stark sein, damit wir Dich
um alles Bitten können, was uns bewegt.
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Jesus,
der uns das Reich Gottes verkündet hat
Mk 1, 14 - 15:
"Nachdem Johannes eingekerkert war, begab sich Jesus nach Galiläa
und predigte das Evangelium Gottes mit den Worten: "Die Zeit
ist erfüllt, und das Reich Gottes ist nahe. Bekehrt euch und
glaubt an das Evangelium!"
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Betrachtung:
Jesus erklärt in seinen Evangelien, daß die Menschen
über sich nachdenken sollen. Wenn sie etwas Böses getan
haben, verzeiht er ihnen, wenn es ihnen leid tut und sie an ihn
glauben. Danach versöhnt Jesus sich wieder mit ihnen und es
steht nichts mehr zwischen Jesus und dem Menschen.
Jesus, hilf mir dabei, besser zu erkennen, was ich falsch mache.
Damit nichts zwischen uns steht und ich nicht vergesse, was Du von
mir möchtest.
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Jesus,
der auf dem Berg verklärt worden ist
Lk 9, 28 - 35 :
"Etwa acht Tage nach diesen Reden nahm er Petrus, Johannes
und Jakobus mit sich und stieg auf den Berg, um zu beten. Während
er betete, veränderte sich das Aussehen seines Antlitzes, und
seine Kleidung wurde strahlend weiß. Und zwei Männer
redeten mit ihm: Mose und Elija. Sie erschienen in Lichtglanz und
sprachen von seinem Ende, das er in Jerusalem erfüllen sollte.
Petrus und seine Gefährten wurden vom Schlaf übermannt.
Als sie dann erwachten, sahen sie seine Herrlichkeit und die beiden
Männer, die bei ihm standen. Als diese von ihm scheiden wollten,
sagte Petrus zu Jesus: "Meister, es ist gut, daß wir
hier sind. Wir wollen drei Hütten bauen: dir eine, Mose eine
und Elija eine." Er wußte nicht, was er sagte. Noch während
er so redete, kam ein Wolke und überschattete sie. Sie gerieten
in Furcht, als sie in die Wolke kamen. Aus der Wolke aber rief eine
Stimme: "Das ist mein auserwählter Sohn, auf ihn sollt
ihr hören!"
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Betrachtung:
Auf dem Berg Tabor erstrahlte die Gestalt Jesu so, wie seine Jünger
ihn noch nie gesehen hatten. Sie waren ganz erstaunt und durcheinander.
Gott wollte damit den Glanz des ewigen Lebens seinen Freunden zeigen,
damit sie auf ihn hören und auch in schwierigen Zeiten das
tun, was er sagt Auch sie sollen ein heiligmäßiges Leben
führen und nach ihrem Tod auch ein so schönes Leben haben
wie Jesus.
Jesus, lass auch mich auf Deine Worte hören und verstehen,
was Du mir zu sagen hast, damit ich ein schönes Leben mit Dir
haben kann. |
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Jesus,
der uns die Eucharistie geschenkt hat
Kor 11, 23 - 27 :
"Denn ich habe vom Herrn empfangen, was ich euch überliefert
habe: Der Herr Jesus nahm in der Nacht, da er verraten wurde, Brot,
sprach das Dankgebet, brach es und sprach: "Das ist mein Leib
für euch. Tut dies zu meinem Gedächtnis!" Ebenso
nahm er nach dem Mahl den Kelch und sprach: "Dieser Kelch ist
der Neue Bund in meinem Blut. Tut dies, sooft ihr daraus trinkt,
zu meinem Gedächtnis!" Denn sooft ihr dieses Brot eßt
und aus dem Kelch trinkt, verkündet ihr den Tod des Herrn,
bis er kommt. Wer daher unwürdig das Brot ißt oder den
Kelch des Herrn trinkt, der versündigt sich am Leib und Blut
des Herrn."
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Betrachtung:
Jesus hat seinen Jüngern seinen eigenen Leib und sein Blut
in den Gestalten von Brot und Wein als Stärkung gegeben Damit
wollte er auf immer mit ihnen verbunden sein. So will er auch mit
uns sein, wenn wir ihn in der Eucharistie empfangen.
Jesus, wenn wir die Heilige Eucharistie empfangen, lass uns immer
daran denken, daß Du selbst es bist und Du immer mit uns verbunden
sein willst.
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