Mehrere Ursachen werden genannt. Besonders stark ins Gerede gekommen ist der bislang als Umwelthoffnung betrachtete Biokraftstoff. Allein in den USA, so erklärte kürzlich Greenpeace, werden inzwischen 84 Millionen Tonnen Getreide zu Ethanol verarbeitet. Damit könnte man 200 Millionen Menschen ein Jahr lang ernähren.
Biokraftstoff gilt als weitgehend CO2-neutral, weil das bei der Verbrennung entstehende Kohlendioxid vorher von den Pflanzen gebunden worden ist. Trotzdem sprach sich vor kurzem ein Gutachten des deutschen Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz eindeutig gegen Biosprit aus. Biosprit sei im Vergleich zu anderen klimapolitischen Optionen sehr kostspielig und bringt vergleichsweise wenig.
Angesichts steigender Lebensmittelpriese ist das akute Problem zusätzlich, dass Energiepflanzen für Biosprit in Anbaukonkurrenz zu Lebensmitteln getreten sind. Weltweit pflanzen Bauern zunehmend mehr Getreide ausschließlich für die Erzeugung von Biosprit an, anstatt für die Lebensmittelversorgung.
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