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Welche Konsequenzen hat der Klimawandel in einer Welt, in der jahrelange Entwicklungsbemühungen in wenigen Sekunden oder Stunden von einem Orkan oder einer Flutwelle zunichte gemacht werden? Diese Frage stand auf der Tagesordnung einer von "Christian Aid" organisierten und vom Weltkirchenrat (ÖRK) unterstützten Konsultation, die von 12. bis 15. April dieses Jahres in London stattfand.
Auf der Tagesordnung standen neue Anpassungsstrategien sowie Ziele
und Zeitvorgaben für die Emissionsreduktionen. Außerdem
sollten Möglichkeiten geprüft werden, wie sich Glaubensgemeinschaften
an einer Klimakampagne der weltweiten Zivilgesellschaft, die im
Laufe dieses Jahres starten soll, beteiligen können.
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Das Engagement der Kirchen gründet sich in der Überzeugung,
dass Gott alle Lebewesen in Abhängigkeit zueinander
und zu der unbelebten Natur geschaffen hat. Diese Abhängigkeit
kann erfahren - und gefeiert - werden als Solidarität und Partnerschaft.
Im Rahmen dieser Partnerschaft lädt Gott die Menschheit zur
Schaffung einer immer lebenswerteren Welt ein. Wo die Menschen diese
Einladung ausschlagen, wird das gesamte Leben auf unserem
Planeten - jetzt und in der Zukunft - bedroht. |
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In diesem Licht ist der Schutz der Atmosphäre sowohl eine moralische Verantwortung als auch eine spirituelle Antwort auf die göttliche Einladung an die Menschheit.
Die Konsultation vom April 2007 sollte ökumenische Positionen für
die Lobbyarbeit im Zusammenhang mit den zwischenstaatlichen Klimaverhandlungen
nach 2012 - dem Jahr, in dem die erste Verpflichtungsperiode
des Kyoto-Protokolls abläuft - neu bestimmen und aktualisieren.
Ferner sollten Möglichkeiten geprüft werden, wie Glaubensgemeinschaften
sich an einer vorgeschlagenen Klimakampagne der weltweiten Zivilgesellschaft
beteiligen können.
Bereits im Vorjahr hat die katholische Kirche Deutschlands ein Positionspapier zum Klimawandel herausgegeben. In diesem Papier wird der Stand der Forschung zum globalen Klimawandel aufgearbeitet, Bewertungskriterien aus der Perspektive der Nachhaltigkeit und der Gerechtigkeit mit den Opfern entwickelt und Handlungsoptionen für die internationale und die nationale Politik, für die Wirtschaft und den Einzelnen sowie für die Kirche und ihre Einrichtungen aufgezeigt.
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Es wird insbesondere darauf hingewiesen, dass die Lasten
des Klimawandels sehr ungleich verteilt sind. Je ärmer
und schwächer die Menschen, Regionen oder Länder sind,
desto geringer sind ihre Möglichkeiten, den Folgen des Klimawandels
auszuweichen. Im Vergleich zu den reichen Industrienationen sind
die Länder des Südens, aber auch die Arktis erheblich
stärker betroffen. Ähnliches gilt für die ärmeren
Bevölkerungsgruppen, die alten und kranken Menschen sowie die
Kinder in den wohlhabenden Ländern. |
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Das "Protokoll von Kyoto zum Rahmenübereinkommen der Vereinten
Nationen über Klimaänderungen", das am 16. Februar
2005 in Kraft getreten ist, habe die vereinbarte Verringerung des
Treibhausgas-Ausstoßes bislang nicht erreichen können.
Deshalb - so das Positionspapier der Deutschen Bischofskonferenz
- müssen weitere Verhandlungen mit dem Ziel deutlich substanziellerer
Reduktionen folgen.
Insbesondere wird in dem Positionspapier auch auf den möglichen Beitrag der Kirche eingegangen:
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- Eine Verankerung der Schöpfungsverantwortung im
Selbstverständnis der Kirche - in Diakonie, Verkündigung
und Liturgie
- Ein entschiedenes Eintreten für Veränderungen der
politischen Rahmenbedingungen sowie des wirtschaftlichen und
gesellschaftlichen Handelns zugunsten des Klimaschutzes, sowohl
auf lokaler und regionaler wie auf nationaler, europäischer
und globaler Ebene
- Ermutigung, Förderung und Durchführung praktischer
Initiativen für klimafreundliches Handeln und eine Reduktion
des Verbrauchs fossiler Energieträger.
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Was denken Sie?
- Halten Sie den Klimawandel für eine ernsthafte Gefahr und ein Problem für die Welt?
- Sind die Warnungen übertrieben?
- Sollen sich die Kirchen damit beschäftigen oder liegt das außerhalb ihres Kompetenzbereichs?
- Was können die Kirchen zur Bekämpfung dieser Gefahr
beitragen?
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