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Von manchen wurde das Ende des Kalten Krieges auch als das "Ende der Geschichte" betrachtet. Die Demokratie westlichen Zuschnitts hatte sich durchgesetzt - es schien keine weltpolitischen Widersprüche mehr zu geben, weitere Entwicklung im weltweiten politischen Zusammenleben sei nicht zu erwarten (Francis Fukuyama).
In den Jahren seither hat die zunehmende Globalisierung die Welt vor immer dringender werdende weltweite Probleme gestellt: ungleiche Verteilung des Wohlstandes in der Welt, Hunger, Bedrohungen durch Völkermord und ethnischer Säuberung, Flüchtlingsströme, ökologische Krise, Terrorismus und die Bedrohung durch Massenvernichtungswaffen - die Gefahren sind nicht beseitigt.
Keines dieser Probleme kann durch eine einzelne Nation gelöst werden. Da die Notwendigkeit einer internationalen Zusammenarbeit offensichtlich ist, stellt sich die Frage, ob diese Zusammenarbeit nicht auch durch allgemeine - globale - Moralvorstellungen gestützt sein muss.
Aber gibt es überhaupt weltweit gültige Normen? Und wenn ja, aus welchen Quellen lassen sie sich begründen?
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