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Brückenschlag zum Islam
Statt Protest gab es Lob und Anerkennung für den Papst, vor allem für seinen Besuch in der Blauen Moschee. Er habe "wie ein Muslim" gebetet, schreibt die Zeitung "Milliyet". Im türkischen Fernsehen wurden die Bilder vom Papst in der Moschee mehrfach wiederholt.
Äußerlich war es nur eine kleine Geste, als sich Benedikt XVI zusammen mit dem Mufti von Istanbul, Mustafa Cagrisi, in der Blauen Moschee in Richtung Mekka wendet und die Augen schließt. Und doch sagte der TV-Moderator - wohl nicht zu unrecht - dass in diesem Moment Geschichte geschrieben wurde. Vor dem 79-jährigen Papst hatte nur ein einziger Papst, sein unmittelbaer Vorgänger, Johannes Paul II., eine Moschee betreten.
Wenn diese Geste auch bei weitem nicht die Lösung aller Probleme ist, so zeigt sich doch eines: Es gibt Gemeinsamkeiten zwischen den Weltreligionen - und es ist möglich, dieses Gemeinsame vor das Trennende zu stellen.
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