Zu Beginn postulierte der Kardinal sieben Thesen:
1.) Global gesehen nimmt der Unglaube in der Welt nicht zu.
Er ist ein Phänomen, das man hauptsächlich in der
westlichen Welt antrifft.
2.) Der militante Atheismus nimmt ab und hat keinen bestimmenden
Einfluss mehr auf das öffentliche Leben.
3.) Atheismus und Unglaube haben ein anderes Gesicht bekommen.
Heute erscheinen die Phänomene mehr mit dem Lebensstil
zusammen zu hängen.
4.) Der religiöse Indifferentismus bzw. der praktische
Atheismus nimmt rapide zu.
5.) In jenen Gesellschaften, die von der Säkularisierung
geprägt sind, finden wir eine schwindende Zahl der Kirchgänger.
Die bedeutet nicht, dass der Unglaube zunimmt.
6.) Im Westen zeigt sich eine neue Suche, die eher spirituell
als an eine Religion gebunden ist.
7.) Wir haben es mit einer Feindseligkeit sowohl hinsichtlich
des militanten Atheismus, als auch des traditionellen Glaubens
zu tun.