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"Jahr der Eucharistie"

"Jesus Christus ist die Antwort auf die Sehnsucht nach Leben, die eine von Schatten bedrohte Welt hat." Mit diesem Gedanken eröffnete Papst Johannes Paul II. das „Jahr der Eucharistie“. Am Vorabend feierte er eine Heilige Messe im Petersdom, an der zahlreiche Menschen teilnahmen. In einer live übertragenen Fernsehbotschaft wandte er sich daraufhin an die Pilger, die sich in Guadalajara, Mexiko, zum Abschluss des Eucharistischen Weltkongresses versammelt hatten.

Die Eucharistie ist das „Geheimnis des Lebens“, erklärte Johannes Paul II. „Welche Sehnsucht kann größer sein als das Leben?“ Dennoch „stehen bedrohliche Schatten über dieser universalen menschlichen Sehnsucht: der Schatten einer Kultur, die den Respekt vor dem Leben in allen seinen Phasen verleugnet; der Schatten einer Gleichgültigkeit, die so viele Menschen zu einem Schicksal des Hungers und der Unterentwicklung verdammt; der Schatten der wissenschaftlichen Forschung, die manchmal im Dienst des Egoismus der Mächtigsten steht“, sagte er in seiner Ansprache, die sich auf das Thema des Kongresses konzentrierte: „Eucharistie, Licht und Leben des neuen Jahrtausends. Die Welt braucht das Licht bei der schwierigen Suche nach Frieden, der so fern scheint am Beginn eines Jahrtausends, das von Gewalt, Terrorismus und Krieg beeinträchtigt und gedemütigt ist.“

Das „Jahr der Eucharistie“ ladet alle Christen ein, ein noch klareres Bewusststein für die Eucharistie zu entwickeln, sie noch intensiver zu feiern und anzubeten, verbunden mit einer noch größeren Hingabe an die Nächsten.

In dieser festlichen Geste erleben wir das Kreuzesopfer erneut, und „wir erfahren die unendliche Liebe Gottes und hören den Ruf, das Licht Christi unter den Männern und Frauen unserer Zeit zu verbreiten“, unterstrich der Heilige Vater. „Der Ort der Begegnung ist Jesus selbst, der wahrhaft in der heiligen Eucharistie gegenwärtig ist in seinem Geheimnis von Tod und Auferstehung, wo Himmel und Erde miteinander verbunden sind und die verschiedenen Völker und Kulturen zueinander finden“, sagte er.

Acht Tage lang ist in Guadalajara die Eucharistie als Licht und Leben gefeiert und angebetet worden, Licht, weil in dem eucharistischen Geheimnis die Gegenwart Christi durchleuchtet, das Licht der Welt; Leben, weil uns Jesus in der Eucharistie sich selbst geschenkt hat, das Brot des Lebens.

„Aus dem Leiden Christi ist die Kirche geboren, und aus diesem Grund lebt sie aus der Eucharistie’“, erinnerte der Papst an die Enzyklika „Ecclesia de Eucharistia“. Johannes Paul II. wünschte, dass das „Jahr der Eucharistie“ zu einer „Zeit der tiefen Umkehr zu Christus und eines intensiven Engagements zur Verkündigung seiner rettenden Botschaft“ werden möge.

Der Vatikan hat zu dem Beginn des Jahres der Eucharistie ein neues Dokument mit Anregungen und Vorschlägen zu dessen Gestaltung herausgegeben. Aus dem Dokument geht hervor, dass der Papst den Ortskirchen die Gestaltung des Jahres der Eucharistie anvertraut. Gleichzeitig bat er, dass den für die Pastoral Verantwortlichen nützliche Vorschläge zur Gestaltung gegeben werden. Die Bischofskonferenzen werden aufgefordert, sich mit den dringlichsten Probleme in der kirchlichen Lehre und der Pastoral in ihren eigenen Ländern zu befassen. Genannt werden unter anderem der Priestermangel, der geringe Besuch der Sonntagsmesse und die mangelnde Möglichkeit zur eucharistischen Anbetung.

Was bedeutet uns Eucharistie?

Welchen Wert stellt sie für uns dar?

Ist eucharistische Anbetung überholte Tradition oder innige Beziehung zu Jesus?

Wie denken Sie darüber? 
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Quellen:Zenit
Zusammengestellt von F. Herzog