Christen auf dem Bauplatz Europa
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Am Rande des Mitteleuropäischen Katholikentages fand in
Wien der Laienkongress zum Thema "Christen auf dem Bauplatz
Europa" statt. Hauptredner war der Präsident der Kommission
der Bischofskonferenzen des EU-Raumes Bischof Josef Homeyer. Er
hielt ein Plädoyer für eine christliche Politik und
meinte, "wir sollten uns nicht scheuen, uns öffentlich
, politisch einzumischen" und uns mit den zentralen
Herausforderungen wie Geburtenrückgang, Einwanderung und
Dialog mit dem Islam einzusetzen. Die Globalisierung löse
Ängste aus, die in modernen Gesellschaften fundamentalistische
oder nationalistische Gegenreaktionen bewirken, warnte Homeyer.
Es dürfe nie mehr dazu kommen, dass - wie vor 60
Jahren - "Europa in den Schreien von Auschwitz erstickt".
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Gottes Offenbarung
gilt allen Menschen oder überhaupt nicht
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Das Christentum sei von der Kostbarkeit des einzelnen Menschen,
von der Autonomie des Individuums, überzeugt .Zugleich sei
der christliche Glaube universalistisch - "Gottes Offenbarung
gilt allen Menschen oder überhaupt nicht". Damit sei
der christliche Glaube immer wieder Anstoß zu neuer, unteilbarer
Solidarität. "Individualität und Universalität
des Heils sind die Pfandmarken, die das Christentum für eine
humane europäische Gesellschaft hinterlegt",
so Bischof Homeyer. |
Europa ist Lebensraum, nicht nur Lagerhalle |
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Der Linzer Diözesanbischof Aichern hob bei
der Tagung die besondere Verantwortung der Laien bei der politischen
und gesellschaftlichen Gestaltung des gegenwärtigen und zukünftigen
Europas hervor. Europa ist nicht nur ein wirtschaftlicher,
sondern auch ein "geistiger Bauplatz", es ist
nicht nur "Lagerhalle", sondern "Lebensraum für
Millionen von Menschen" und in diesem Sinne "geht es
um die Seele Europas". Europa brauche eine "neue
Einheit in der Vielfalt und in gegenseitigem Respekt". |

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Die Stimmen der Christen bündeln |
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Der Laienkongress soll nach den Worten der Präsidentin
der Katholischen Aktion Österreichs, Luitgard Derschmidt,
der Beginn weiterer fruchtbarer Zusammenarbeit sein. Die Stimmen
der Christen, besonders der Laien, müßten so gebündelt
werden, "dass sie in Europa nicht mehr überhört
werden können" und sie mitbestimmen, in welche Richtung
der Weg des künftigen Europa führt. In der Mitgestaltung
der Gesellschaft sei es keinem Christen erlaubt, untätig
zu sein. Um gegenseitige Vorurteile abzubauen und um
die Versöhnung zu fördern, sei Begegnung entscheidend. |
Das Europa der Zukunft braucht ein neues Miteinander,
meinte einTeilnehmer. Welchen Beitrag können wir Christen dafür
leisten?
Wie denken Sie darüber?
Schreiben Sie uns Ihre Meinung in unser
FORUM
Quellen:
kathpress
Zusammengestellt von F. Herzog
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