| Der Heilige Stuhl hat hervorgehoben, dass der Menschenhandel
eine der schwersten Verletzungen der Rechte von Emigranten darstellt
und rief die internationale Gemeinschaft dazu auf, dessen Ursachen
zu bekämpfen. Der ständige Beobachter des Heiligen Stuhls
bei den Vereinten Nationen in Genf, Erzbischof Silvano Tomasi, äußerte
diese Haltung des Vatikans bei der 60. Sitzungsperiode der Menschenrechtskommission
in Genf.
„Unter den Verletzungen der Rechte von Migranten, ist der
Menschenhandel das Schlimmste. Bis zu einer Million Menschen werden
jährlich über internationale Grenzen „transportiert“,
sagte der Erzbischof in seiner Ansprache auf Englisch am 8. April.
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Erzbischof Tomasi |
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Menschenhandel ist zu einer Multimilliarden Dollar Industrie
geworden
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„Menschenhandel wird aufgrund verschiedenster Formen der
Ausbeutung von Kindern, Frauen und Männern betrieben,
die unter sklavenähnlichen Bedingungen arbeiten, sexuell
ausgenützt werden, oder betteln müssen, was sie ihrer
gottgegebenen Würde beraubt und statt dessen die
Korruption und das organisierte Verbrechen unterstützt“,
sagte er.
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| „Die beste Art mit dem Problem umzugehen ist
wohl dem Opfer zumindest eine zeitweilige Aufenthaltsgenehmigung
zu erteilen, damit es mit dem Gerichtssystem zusammenarbeiten kann,
aber auch, damit die Integration in die Gesellschaft des Gastlandes
ermöglicht wird“, setzte der Erzbischof fort.
„Dies wird zu einer moralischen Notwendigkeit,
wenn das heimkehrende Opfer Vergeltungsschläge zu befürchten
hätte“, sagte er. „Auf jeden Fall ist
es eine generell anerkannte Verpflichtung, sowohl im Herkunfts-
und Zielland als auch bei der Rückführung und Wiedereingliederung
Unterstützung und Schutz zu leisten.“
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Die wahren
Ursachen benennen |
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In der Schattenwelt ihrer Illegalität tragen
Angst und das Unvermögen für sich selbst einzustehen dazu
bei, dass sie unfair behandelt und in illegale Aktivitäten
hineingezogen werden.
Die Anwendung von Normen des Arbeitsrechtes kann ebenso wichtig
sein, um der irregulären Position, in der sich die Migranten
befinden, Schutz zu verleihen.
Als Ursache für die Auswanderung der Migranten finden wir
oft extreme Armut und die Aussicht auf Arbeitsmöglichkeiten
im Ausland und auf ein freieres und menschenwürdigeres Leben.
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Nach Ansicht des Erzbischofs sei daher nötig:
- eine Internationale Zusammenarbeit bei der Vorbeugung
und Verfolgung des Menschenhandels und der Rehabilitierung der
Opfer;
- weniger restriktive und dafür realistischere
Immigrationsmaßnahmen
- gemeinsame Unterstützung von nachhaltiger wirtschaftlicher
und sozialer Entwicklung in armen Ländern
- und „eine beständige Erziehung hin zu einer
Kultur der Menschenrechte und der Achtung der Würde jedes
Menschen
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"Wieviele Flüchtlinge verträgt
das Land" fragte die Linzer Kirchenzeitung den oberösterreichischen
Landeshauptmann Pühringer. Dieser antwortete wörtlich:
"Diese Frage stellt sich
nicht, denn es geht darum, Verantwortung gegenüber Menschen
wahrzunehmen, die Asyl brauchen."
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Was kann die Kirche tun, was können wir tun um ...
... die Situation von Flüchtlingen zu verbessern?
... es erst gar nich soweit kommen zu lassen, dass Flüchtlingsströme
entstehen?
... und wie "voll ist das Boot"?
Wie denken Sie darüber?
Schreiben Sie uns Ihre Meinung in unser
FORUM
Quellen:
zenit
kathpress
Zusammengestellt von F. Herzog
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