Grundeinkommen zur Sicherung des sozialen Zusammenhalts?
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Das im
vergangenen Herbst gegründete “Netzwerk Grundeinkommen
und sozialer Zusammenhalt hatte gemeinsam mit der Katholische
Sozialakademie Österreichs (ksoe) und dem
Sozialreferat der Diözese Linz zu der einer Fachtagung
des Netzwerks “Grundeinkommen und sozialer Zusammenhalt"
eingeladen.
Die Einführung
eines von Erwerbsarbeit unabhängigen Grundeinkommens
könnte der Gefährdung des sozialen Zusammenhalts
gegensteuern - so der Tenor der Fachtagung. |
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heute seien zwei Drittel der Arbeitnehmer im Dienstleistungssektor
tätig, dieser sei gekennzeichnet durch flexiblen Arbeitseinsatz,
hohe Einkommensunterschiede, Entsolidarisierung, Diversifizierung
und die Auflösung traditioneller Arbeitsverhältnisse.
Die Veränderungen der Arbeitswelt stellen laut der Sozialwissenschaftlerin
Wohlgenannt hohe Anforderungen an die berufliche, zeitliche
und örtliche Mobilität. „Um menschlich
zumutbar und sozial verträglich zu sein“, müsste
dieser Flexibilisierung der Arbeits und Lebensgestaltung mit
einer allgemeinen Grundsicherung begegnet werden, meinte
Wohlgenannt. Dieses müsste von Erwerbsarbeit unabhängig,
Existenz sichernd, demokratisch und zugleich leistungsfreundlich
sein. |
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Niemand
lebt vom Geld - aber Geld ist das Mittel, sich das zu beschaffen,
was zum Leben nötig ist.
Ein
Grundeinkommen für alle Menschen dieser Welt- eine Utopie?
Viele seriöse Fachökonomen, darunter der Professor
an der Universität Paris Yoland Bresson, haben vorgerechnet,
dass ein weltweites, unbedingtes, persönliches Grundeinkommen
für alle Menschen dieser Welt, zum Beispiel in
der Höhe von einem Dollar pro Person und Tag,
jedenfalls finanzierbar wäre.
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"Geld
ist nicht alles, aber ohne gesicherten und von Schande befreiten
Geldzufluss können Menschen nur schwer sich aufraffen,
als Partner an der Veränderung des Zusammenlebens teilzunehmen",
sagt Erich Kitzmüller über Grundeinkommen als wichtigen
Schritt zum Gemeinwohl. Er sieht im Grundeinkommen die Voraussetzung
für die Entwicklung unterschiedlicher Lebensstile und
die Ermöglichung verschiedener Tätigkeiten, als
Voraussetzung für jene Änderungen, die für
einen verantwortbaren Umgang mit den Ressourcen der Erde notwendig
sind.
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Den
Aspekt der Armutsbekämpfung macht Claus Offe zum Thema,
indem er die "Verschwendung" beschreibt, die bei der
Vergabe von Sozialhilfe betrieben wird. Jede "bedarfsorientierte"
Sozialleistung setzt einen riesigen Apparat in Gang,
der alles mögliche prüfen und kontrollieren muss,
um Bedürfnisse und Ansprüche festzustellen und Menschen
gegebenenfalls "arbeitsgerecht" zu machen und sie
dabei zu demütigen und noch weiter an den Rand zu drängen.
Grundeinkommen wäre billiger und menschengerechter,
so sein Plädoyer. |
Für
eine menschengerechte Entwicklung der Welt braucht es soziale
Innovationen. Die Suche nach Überwindung kriegerischer Auseinandersetzung
durch Formen der Konfliktlösung ohne Waffengewalt, die Durchsetzung
von Menschenrechten und Mitbestimmungsrechten in weltweiten Entscheidungen
durch Soziale Bewegungen, und die weltumspannende Idee eines unbedingten
Grundeinkommens für jeden Menschen könnten dazu führen,
dass die globale Welt auch eine menschengerechte Welt sein wird.
Es ist Zeit, das Menschenrecht auf Leben zu konkretisieren
durch ein Recht auf Einkommen, ein allgemeines, unbedingtes Einkommen
für jeden Menschen dieser Welt. |
Ist ein unabhängig von einer Erwerbstätigkeit ausbezahltes
Grundeinkommen ein Menschenrecht?
Oder
unterstützt man damit nur "arbeitsscheue Sozialschmarozzer"?
Wie
denken Sie darüber?
Schreiben Sie uns Ihre Meinung in unser
FORUM
Quelle:
ksoe
Kathpress
Zusammengestellt
von F. Herzog
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