Die Kirche lebt von der Eucharistie!
"Ecclesia
de Eucharistia"
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Papst
Johannes Paul II. hat erwartungsgemäß zum Gründonnerstag
das angekündigte Weltrundschreiben (Enzyklika)
über die Eucharistie und ihren Bezug
zur Kirche veröffentlicht. Rasch und reflexartig wurde
viel Kritik an dieser Enzyklika laut. Doch was will uns der
Papst mit diesem Rundschreiben tatsächlich sagen? Will
er tatsächlich ökumenische Bestrebungen zu Grabe
tragen oder will er einfach nur einige Klarstellungen zum
höchsten Gut der Kirche geben? Es ist an der Zeit sich
mit diesen Fragen mehr als nur oberflächlich auseinander
zu setzen.
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Theologe Otto Hermann Pesch ortet die Probleme "ohnehin
eher mehr im praktischen Bereich". Evangelische
Christen störten sich an einem überzogenen eucharistischen
Kult, während Katholiken daran Anstoß nähmen,
"wenn immer noch manche evangelische Pfarrer Hostien wieder
in die Pappschachtel zurücklegen un den Wein ausschütten". |
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Das
Hauptthema des päpstlichen Schreibens stellt den wechselseitigen
Zusammenhang zwischen Kirche und Eucharistie dar.
Die Grundaussage lautet immer wieder, dass die Eucharistie
die kirchliche Gemeinschaft aufbaut, zu ihr immer
tiefer hinführt und die Mitte
des Wachstumsprozesses der Kirche ist. Dies wird
in vielen Ausführungen und nach allen Seiten hin sowohl
von der Kirche wie von der Eucharistie her beleuchtet. Dabei
gibt es theologische Grundsatzüberlegungen, meditative
Passagen und auch Hinweise zur pastoralen Situation und Bedeutung
der Eucharistie. Dies ist besonders auch im Blick auf das
Zweite Vatikanische Konzil und die Erneuerung des Gottesdienstes
gesagt.
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Zur
richtigen Erfassung der Tragweite dieses Dokumentes sei eine
ruhige Lektüre erforderlich, merken die schweizer Bischöfe
in ihrer Stellungnahme an. Ansonsten sei es möglich, dass
man darin irrtümlicherweise einen "Kampftext gegen
Missbräuche inhaltlicher Art" sehen könnte oder
enttäuscht sei vom Sprachgebrauch, der durchaus "traditionell"
ausgefallen sei.
Johannes
Paul II. setzte mit der Enzyklika die angebrochene
neue Epoche - "reich an Hoffnungen, aber ebenso an bedrückenden
Unsicherheiten" - unter das Zeichen der Eucharistie.
"Zusammen mit dem Papst" ermutigen die Schweizer
Bischöfe in ihrem Communiqué die Katholiken der
heutigen Welt, ein Zeugnis ihres Glaubens an die Eucharistie
zu geben. Sie zitieren und bekräftigen die Worte des
Papstes: "Hier ist der Schatz der Erde, das Herz
der Welt, das Unterpfand des Ziels, das jeder Mensch anstrebt."
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Der
Text steht in einem weiten ökumenischen Horizont, aber
er ist zuerst eine Aussage für die katholische
Kirche. Der Papst nimmt nichts zurück vom ökumenischen
Engagement der katholischen Kirche, ja er verstärkt es.
Immer wieder zitiert er seine große Ökumene-Enzyklika
aus dem Jahr 1995 (Ut unum sint). Er möchte das
Feuer der ökumenischen Hoffnung auf dem Weg zur
sichtbaren Einheit der Kirche nicht mindern, wenn er im Blick
auf eine Gemeinschaft aller Christen beim Herrenmahl vor
einem übereilten Vorgehen warnt. |
Diese
Zurückhaltung kann nur für den ersten Augenblick
enttäuschen. Sie stellt freilich zugleich eine große
Herausforderung für die Theologie und das Miteinander
der Christen dar. Es ist vieles schon möglich
und notwendig im Leben und Zeugnis der Christen untereinander.
Zum Erreichen des letzten großen Zieles in der
Gemeinschaft am Tisch des Herrn brauchen wir jedoch nicht
nur mehr Zeit, sondern auch die Überwindung mancher großer
Hindernisse.
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| Eines jedenfalls
schein sicher: Das Gespräch muss nun noch intensiver
werden. In der Lehre und Praxis der Eucharistie, zu der
ganz wesentlich die Gemeinschaft im Herrenmahl gehört, kann
man sich nur über einen gelungenen und darum verlässlichen
Konsens freuen. |
Was spricht für und was spricht gegen eine Mahlgemeinschaft mit
nichtkatholischen Christen?
Wieviel
Zeit wird noch nötig sein, bis wir endgültig dorthin gelangen?
Wie
denken Sie darüber?
Schreiben Sie uns Ihre Meinung in unser
FORUM
Quelle:
Deutsche
Bischofskonferenz
Katholische
Internationale Presseagentur /Schweiz)
Download
der Enzyklika "Ecclesia de Eucharistia" (dt.Fassung)
Zusammengestellt
von F. Herzog
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