Pfarre Stadlau
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1220 Wien

Thema März 2003

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Lebendiges Wasser !

- Zeitalter des Wassermanns ?

Reale Christuserfahrung angesichts des abstrakten New Age

In einer sehr ausführlichen Betrachtung mit dem Titel «Jesus Christus, der Bringer lebendigen Wassers» wendet sich der Päpstliche Kulturrat an die Öffentlichkeit, um die Spiritualität darzustellen - und vor ihr zu warnen -, die unter dem Namen New Age nicht erst neuerdings ein vielfach präsenter, wenn auch kaum fester Bestandteil der postmodernen Kultur geworden ist. In der vatikanischen Studie wird einerseits anerkannt, dass die weite Verbreitung dieses Phänomens von einem zeitbedingten Bedürfnis nach geistiger Orientierung und seelischer Stabilisierung zeugt, dem die traditionellen Glaubensgemeinschaften nicht immer genügen. Andererseits wird festgestellt, dass man es hier mit keineswegs rechtgläubiger Theorie, Symbolik und Praxis zu tun hat.

New Age sei keine Religion, sondern eine Spiritualität, wird gesagt, von Anhängern wie von Gegnern. Handelte es sich um eine Sekte, um eine geschlossene und sich abschließende Gemeinschaft, wäre es einfacher, damit umzugehen. Angehörige einer Sekte wissen, was sie zu glauben haben; im Bannkreis von New Age braucht man das nicht zu wissen; hier hat die Ethik den Vorrang vor der Dogmatik, und an die Stelle des Katechismus tritt eine religiöse Gestimmtheit.

Angesichts einer abstrakten Anschauung von New Age bietet das Christentum die persönliche Begegnung mit Christus, so der französische Paul Kardinal Poupard, Präsident des Päpstlichen Kulturrates, der entscheidend an der Entstehung des am 3. Februar veröffentlichen Berichtes des päpstlichen Kulturrates über das New Age beteiligt war.
"New Age scheint eine geistige Anschauung der Welt zu bieten, die auf der tiefen Glücklosigkeit zeitgenossischer Glückseligkeit beruht, da sie kosmische Harmonie verspricht und die Erlangung von geistigen Kräften zur Umgestaltung der Wirklichkeit. Dieser Zugang zur geistigen Welt geschieht in den Erscheinungsformen des Alltags", so der Kardinal gegenüber Radio Vatikan.
"Es geht dabei um eine Offenbarung des tiefen Ich, was durch gewisse Techniken zugänglich gemacht wird, ein neues Paradigma, eine neue Welt, die entscheidende Antwort auf die Jahrtausenderwartung der Menschheit".

"Alle Menschen suchen das Glück, und alles Glück der Welt kommt aus der Tatsache, dass sie es nicht dort suchen, wo sie es finden könnten".

Jacques Bénigne Bossuet;1627-1704; französischer Theologe und Kirchenpolitiker, Bischof von Meaux

Christus,

Bringer lebendigen Wassers

Die Kirche könne angesichts der Herausforderung durch New Age den Menschen helfen, ihre personale Dimension des Heils durch die erlösende Begegnung mit Christus, wahrem Gott und wahrem Menschen wiederzufinden. Das heißt: "Christus als dem Bringer lebendigen Wassers zu begegnen".
Das wäre die Antwort auf das große heute existierende Verlangen, da viele "auf der Suche sind und nach Gott dürsten, ein Durst nach wahrem lebendigem Wasser". Der Kirche ganze Kraft liegt "in der Weitergabe dieses lebendigen Wassers, welches dem am Kreuz durchbohrten Herzen Christi entspringt".

 

Kardinal Poupard:
"Man muss deutlich sein: es gibt Menschen, die den inneren Frieden suchen, Einklang mit sich selbst und dem Universum, doch hätten sie gerne eine Religion ohne Tränen. Man muss erkennen, dass die Frohbotschaft Christi den einzigen Weg zur wahren Glückseligkeit beinhaltet".


Das "Zeitalter des Wassermanns" oder "Lebendiges Wasser" - was liegt uns näher, was spricht uns mehr an?

Bieten wir die Wahrheit Jesu Christi, des Bringers lebendigen Wassers?

 

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Quelle: NZZ

Zenit

Zusammengestellt von F. Herzog