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Eine
neue Skandal-Welle hat die Geschäftswelt erfasst. Nach der Welle der
Bilanzfälschungsskandale Anfang dieses Jahres, betreffen die
neuesten Enthüllungen den verschwenderischen Lebensstil in den
Spitzenetagen. |
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Ein
Spitzenmanager ist angeklagt , eine Million Dollar Umsatzsteuer
bei Kunstkäufen hinterzogen zu haben. Derselbe Manager kam schon
wegen seines üppigen Lebensstils unter Beschuss: So stellte das
“Wall Street Journal” fest, es sei sicher nicht leicht, 15.000
Dollar für einen Schirmständer auf Firmenkosten auszugeben, aber
es sei gelungen. Der Nächste in der Schusslinie war ein früherer
Spitzenmanager von General Electric. Nach Enthüllungen, dass eine
große Auswahl von Vorteilen die Gesellschaft zwei bis
zweieinhalb Millionen Dollar jährlich gekostet hat, teilte der
Firmensprecher mit, der Betroffene werde die Gesellschaft für
den Wert aller etwaigen Gefälligkeiten und Vergünstigungen
entschädigen, deren er sich seit seinem Ruhestand bedient
habe.
Usw.
usw. - die Aufzählung ließe sich fast beliebig
fortsetzen.
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Als
Rechtfertigung wurde in dieser Debatte geltend gemacht, dass der
Ex-Spitzenmanager, dadurch, dass er während zwei Jahrzehnten die
Gewinne der Aktionäre um mehr als 400 Milliarden Dollar
gesteigert habe, mehr Wert sei als alle etwaigen
Ruhestandsvergünstigungen. |
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Washington Post: “Es gibt
ein einziges Ziel, auf das sich Firmen einigen können, und das
heißt, gut zu verdienen.” Der Leitartikel schloss mit der
Forderung, sich über strengere Gesetze über Geschäftspraktiken zu
einigen. |
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Financial Times: “Das
zu Grunde liegende Problem besteht darin, dass wir in einer Zeit
leben, die man treffend als 'nach-ethisch‘ bezeichnen könnte.” Die
Menschen heutzutage folgten dem Gefühl, sie seien “Emotivisten”, die
moralische Urteile relativieren und “ dem Gesetz gehorchen:
hilf den anderen und respektiere Sitten und Gebräuche nur dann,
wenn sie sich rechnen, dass dies dir persönlich irgendwie
nützen wird.” |
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Und der frühere
amerikanische Kultusminister William
Bennett schreibt in der
Chicago Tribune: “Der
Kapitalismus ist ein Wirtschaftssystem, das Tugenden und Charakter
voraussetzt. Es entfaltet sie in Kapitalisten nicht von sich
aus.” Die “Gier ist gut”-Mentalität sei in die
Wirtschaftsschulen eingedrungen, argumentierte Bennett. Um dies
zu beheben, benötige “der Kapitalismus Kapitalisten mit
moralischem und ethischem Halt.” |
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Eine
Situation, in welcher der durchschnittliche Spitzenmanager grob
gerechnet 400 mal mehr verdiene als der durchschnittliche Arbeiter
in der Produktion, verglichen mit einem Verhältnis von 42 zu 1 vor
zwei Jahrzehnten, sei eine “schrecklich schlechte Sozialpolitik”
[Bill McDonough, Präsident der New York Federal Reserve
(Bundesbank)]. |
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Johannes
Paul II. hat in seiner Enzyklika “Centesimus
Annus”
erklärt: “ Der Zweck einer Geschäftsfirma ist nicht
einfach der, Profit zu machen, sondern er soll in seiner Existenz
selbst als einer Gemeinschaft von Personen gefunden werden, die sich
auf verschiedene Weise darum bemühen, ihre grundlegenden Bedürfnisse
zu befriedigen und die eine besondere Gruppe im Dienst der ganzen
Gesellschaft bilden.” Außer dem Profit, dessen “legitime Rolle”
der Papst anerkennt, müssen “weitere menschliche und moralische
Faktoren ebenfalls berücksichtigt werden, die auf lange Sicht
mindestens ebenso wichtig für das Leben eines Unternehmens
sind.” |
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Es gibt aber ein
Gegentrend in der Gesellschaft: „Geschäftlicher Erfolg und
Ehrlichkeit schließen einander nicht aus. Es gibt ein
„Wirtschaften mit weißer Weste“, erklärte der Unternehmer und
Segelweltmeister von 1972, Karsten Meyer, kürzlich bei einem
Vortragsabend. Der 64jährige Inhaber einer Firma mit 520
Mitarbeitern war mit 59 Jahren in eine Lebenskrise geraten. Bis
dahin zählte er sich zum Jetset. In der Krise habe er
das Gefühl bekommen, sich auf nichts mehr verlassen zu können,
berichtete Meyer. Darauf habe er sich dem christlichen Glauben
zugewandt. Als Konsequenz seien für ihn Lügen tabu und
Ehrlichkeit zum obersten Gebot geworden. Allerdings seien auch
einige Freundschaften in die Brüche gegangen. Mit Partnern und
Konkurrenten gehe er seither offen und fair um. Meyer wörtlich:
„Durch den Glauben an Jesus Christus ist mein Leben viel schöner
geworden.“ |
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„Wer
seine Handlungen nach den Grundwerten christlicher Ethik ausrichtet,
wird bemüht sein, ein guter Haushalter zu sein, der mit
den ihm anvertrauten Menschen und Werten
verantwortungsvoll umgeht. Er weiß, dass er planvoll wirtschaften
sollte, dass er nicht mehr ausgeben kann, als er einnimmt, und dass
er mit Gewinn arbeiten muss, wenn er in die Zukunft investieren
will.“
(Klaus-Dieter
Trayser; Vermögensberater) |
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Wo beginnt die Frage nach der Moral im Berufs- und
Geschäftsleben?
Bei den Millionengagen der Spitzenmanager
...
oder schon dann, ...
wenn man auf die Frage "brauchen'S a
Rechnung?", mit "NEIN" antwortet?
Wie denken Sie
darüber?
Schreiben Sie uns Ihre Meinung in unser
FORUM
Quelle: Zenit
Zusammengestellt von F. Herzog
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