Pfarre Stadlau
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1220 Wien

Thema März 2002

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Sozialstaat ja oder nein?

Die Kirche ist mir zu ruhig!

Es war keine Frohbotschaft, die Caritas-Präsident Franz Küberl der Kirche jüngst verkündete. „Die Kirche ist mir zu ruhig.“ Dabei gäbe es allerlei Fragen, „wo es sich lohnen würde, zu Gunsten einer gerechteren, friedvolleren Zukunft Stellung zu beziehen“, richtete Küberl den Würdenträgern aus.

Kann das „Sozialwort“ das Defizit ausgleichen?

Das im vergangenen Jahr von 14 christlichen Kirchen gemeinsam veröffentlichte Sozialwort sei „ein interessanter Versuch, wenn sich Christen gemeinsam auf den Weg machen“, sagte Küberl. „Nagelprobe für den Erfolg ist aber, ob sich die Kirchen das zu eigen machen.“

Der Sozialhirtenbrief habe eine „gewisse Verbindlichkeit“ bekommen, weil die Bischöfe dahinter gestanden seien. Wert habe das „Sozialwort“,  wenn die Diskussion in den Kirchen, zwischen den Kirchen und von den Kirchen mit der Öffentlichkeit geführt wird.

Kräftigere Striche

 
 
„Da könnten kräftigere Striche gezogen werden.“ Gemeinsames Denken und Provozieren der Kirchen sei gefragt: „Da sind wir eher am Beginn als am Ende des Denkens. Ich wünsche mir mehr produktive Reibung.“
 

 
Volksbegehren „Sozialstaat Österreich“

Wie ernst es Regierung und Parlament mit dem Sozialstaat ist, wird der Ausgang – oder noch wichtiger: der Umgang mit dem Ergebnis - des Volksbegehrens „Sozialstaat Österreich“ zeigen. 
„Die Forderungen des Volksbegehrens nach einer Absicherung für alle - gegen Lebensrisken und nach einer obligatorischen Sozialverträglichkeitsprüfung neuer Gesetze - entsprechen auch „langjährigen Forderungen der katholischen Laienorganisation und tragen diese unabhängig von kirchlichen Initiativen in die politische Öffentlichkeit“ stellte kürzlich die Katholische Aktion in einer Presseaussendung fest.

Das Volksbegehren liegt vom 3. bis 10.April 2002 in Wien in den Magistratischen Bezirksämtern zur Zeichnung auf.

Mehr Infos unter: 

http://stephanscom.at/dst_SZ_Details.asp?SNID=1272

http://www.sozialstaat.at/

Zusammengestellt von F. Herzog