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Allerheiligen ist für viele Menschen von Trauer
und Schmerz über verstorbene Verwandte und Freunde geprägt. Dabei
sollte gerade dies ein Tag der Freude sein, an dem wir unserer
Heiligen gedenken - und dass auch unsere lieben in der "ewigen
Heimat" bei Gott sind. |
| Allerseelen ist ein Gedenktag, an dem wir uns
aller jener Menschen erinnern, die uns nahe gestanden und gestorben
sind, aber auch der vielen "unbekannten Heiligen".
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Halloween ist ein aus dem keltischen Raum stammendes
"Anti-Hexen-Ritual", das mehr und mehr aus dem anglikanischen
Raum "herüberschwappt" und ein "herzlich wenig christliches
Fest", wie das Internet-Lexikon verrät. Es sollte von Christen
auch dementsprechend eingestuft - nämlich ignoriert werden. |
Dazu ein Auszug aus einer Stellungnahme von Kardinal Schönborn:
Es gibt wenige Bräuche, die in Österreich so tief verwurzelt sind wie
der Gräbergang zu Allerheiligen/Allerseelen. Es ist ein guter
Brauch. Wir erinnern uns an die Vergänglichkeit irdischen Lebens, denken
im Gebet an unsere Verstorbenen und erbitten ihnen den ewigen Frieden.
Weniger bewusst ist uns die Bedeutung des Allerheiligenfestes....
alle diese "Freunde Gottes" gemeinsam zu feiern ... sich geborgen
wissen in der großen "Familie Gottes" ...
Halloween, das sich bei uns galoppierend ausbreitet, scheint
mir dagegen mit seiner Kürbis-Begeisterung ein hohles Fest zu sein.
Was wird gefeiert, und wem hilft es, außer denen, die hier eine neue
Marktnische entdeckt haben?
Spaß und Unterhaltung will ich nicht schlecht machen. Aber eine kritische
Frage erlaube ich mir: Lenkt dieser ganze Maskenzauber nicht von
dem ab, woran uns Allerheiligen/Allerseelen besonders erinnern: Dass
wir sterblich sind und dass unsere Heimat "drüben" ist, in
der Ewigkeit? Auf mich wirkt der stille Friedhofsgang "echter"
und tröstlicher als der ganze Halloween-Wirbel.
Christoph Kardinal Schönborn
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