neues "Gotteslob" und Liturgiekonstitution
Kath. Bildungswerk mit em. Univ. Prof. Dr. Josef Weismayer
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Der Vortragende führte aus, dass seit 1521 Gesangbücher im deutschsprachigen Raum gesammelt wurden. Über die Jahrhunderte folgten verschiedene Sammlungen, wie z.B. das Gesangbuch für die österreichische Kirchenprovinz, die "Betende Gemeinde", und andere Werke.

Der große Schritt war das 2. vatikanische Konzil und die damals erarbeitete
Liturgiekonstitution, die schon die Grundlage für das erste Gotteslob war.
Im Jahr 2001 fassten die deutsche und österreichische Bischofskonferenz, sowie die Diözese Bozen – Brixen den Beschluss, das Gotteslob für den deutschsprachigen Raum zu erneuern. Im Jahr 2002 wurde eine entsprechende Unterkommission eingerichtet, der die österreichischen Bischöfe Kapellari und Kothgasser angehörten. Diese teilte die Themen auf 10 Arbeitsgruppen auf. Die Arbeitsgruppe 1, der auch Herr Prof. Weismayer angehörte, befasste sich mit den Liedern. Es wurden hunderte Lieder gesammelt und die Texte auf Tauglichkeit gesichtet. Die Lieder sollten für alle Diözesen verwendbar sein, daher gibt es einen allgemeinen Liedteil, während regionale Lieder ab Nummer 700 im Reginalteil gesammelt wurden. Bei dieser Arbeit musste u. a. auch auf die Finanzierbarkeit Bedacht genommen werden: gleicher Preis für alle im deutschsprachigen Raum; Autorenrechte müssen insgesamt bis 60 Jahre nach Schaffung des Liedes beachtet werden; inhaltliche Abstimmung; Aufnahme von neuem geistlichen Liedgut.

Ein ganz wichtiges Anliegen war, dass das neue Gotteslob ein Familiengebetbuch werden würde – so ist ein Teil im ersten Hauptteil mit „In der Familie feiern“ bezeichnet.

Herr Professor Weismayer stellte ausführlich das neue Gotteslob vor und ging auf die Fragen sehr genau ein, so ergab sich eine lebhafte Diskussion. Er wies darauf hin, dass im Frühjahr Orgelbuch, Klavierbuch, Kantorenbuch und eine Ausgabe mit Gitarregriffen herauskommen werden. Er wies auch auf das Schottkantonale hin, das unter www.erzabtei-beuron.de schon abrufbar ist.

Fotos: Franz Hamberger
Bericht: Marie-Beatrix Tupy