Fußwallfahrt nach Maria Elend
26. bis 28. Oktober 2012
01 / 282 22 44
pfarre.stadlau@donbosco.at

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Organisation: Franz Weidinger
Geistliche Begleitung: P. Rajan Pushpam, zur Abschlussmesse Pfarrer P. Hans Randa

Im Morgengrauen des 26.10.2012 trafen sich 22 Wallfahrer in der Pfarrkirche, um durch den Reisesegen gestärkt, aufzubrechen. Die Strecke durch Wien legten wir mit 2 Kleinbussen (von den Schwestern aus dem Kloster und den Pfadfindern) und einem Privatauto zurück, sodass wir um 8 Uhr in der Pfarrkirche zum Hl. Jakob in Purkersdorf hl. Messe feiern und anschließend unseren Fußweg starten konnten. Er führte uns entlang des Österreichischen Jakobsweges (Teilstück Purkersdorf – Stift Göttweig), wobei Franz die Strecken so auswählte, dass wir möglichst viel auf Wald- und Wiesenwegen wandern konnten.

1. Tag (Freitag, 26.10.): ca. 24 km
Purkersdorf – Troppberg – Ried am Riederberg – Elsbach – Sieghartskirchen - Siegersdorf

Das Wetter war zwar bewölkt und ziemlich kalt, aber als wir die ca. 300 Höhenmeter auf den Troppberg im herbstlich bunten Wald geschafft hatten, fror niemand mehr. Mittagspause hielten wir in Weideck am Riederberg, wo uns schon der Pfadibus mit unseren Betreuern für das leibliche Wohl, Asta und Adi, erwartete. Das Buffet war „haubenreif“ mit herbstlichen Blättern dekoriert und gestärkt durch Brot, Wurst, Käse, heißen (!) Kaffee und Tee, Süßigkeiten und natürlich auch etwas „Hochprozentigem“ ging es weiter. Nach dem Abendlob in der Kapelle von Siegersdorf fuhren wir mit den inzwischen nachgeholten Autos zu unserem Quartier im Gasthof Schabschneider in Raipoltenbach . Alle freuten sich über ein deftig-gutes Abendessen und eine heiße Dusche!

2. Tag (Samstag, 27.10.): vorgesehen ca. 24,5 km – tatsächlich ca. 18 km
Weinzierl – Eiserne Hand – Würmla – Langmannersdorf – Max Schubert Warte (Mittelpunkt von NÖ, bei Kapelln) – Herzogenburg

Nach Laudes und Frühstück im Gasthaus führten uns unsere Chauffeure zum heutigen Start nach Weinzierl. Es war grau, nebelig und nieselte und manchen steckte der vergangene Tag doch ziemlich in den Knochen. Dies störte die gute Stimmung in der Gruppe aber nicht, auch nicht, als es bei der 1. Jausenrast doch zu regnen begann. Alle halfen sich gegenseitig, die Ausrüstung wetterfest zu machen und so wanderten wir unbeirrt weiter. Mittagsrast hielten wir in einer trockenen Gasthauseinfahrt in Langmannersdorf, wieder liebevoll umsorgt von Asta und Adi. Da wir wegen Bauarbeiten (und noch mehr „Gatsch“) auf dem vorgesehenen Weg nicht gehen konnten, mussten wir auf Schotterstraßen ausweichen, aber unsere Schuhe wurden trotzdem immer schwerer, obwohl es zu regnen aufgehört hatte. Bei der Max Schubert Warte, die nahe der Straße liegt, konnten wir uns in einer kleinen Hütte (mit WC!) aufwärmen und es wurde beschlossen, die Autos zu holen und die letzten Kilometer zum Hotel „Schwan“ in Traismauer zu fahren, wo wir uns trocken legen konnten. Um 18 Uhr waren wir – von Sr. Clara aus dem Kloster organisiert – zur Vesper im Stift Herzogenburg eingeladen, wo wir von Probst Fürnsinn herzlich begrüßt wurden und gemeinsam mit den Chorherren die Vesper beteten und sangen. Anschließend ließen wir uns das Abendessen in unserem Hotel schmecken, genossen die wohlige Wärme (draußen regnete es wieder) und verabschiedeten uns recht früh ins Bett.

3. Tag (Sonntag, 28.10.): ca. 7 km
Nussdorf – Weißes Kreuz – Maria Ellend

Frisch und munter (1 Std. länger schlafen wegen Umstellung auf Winterzeit!) waren wir um 6:30 Uhr beim Frühstück, beteten das Morgenlob in der Pfarrkirche Nussdorf (an der Traisen) und starteten die letzten Kilometer von dort aus. Die Temperatur betrug nur mehr 2° und über Nacht hatte es geschneit! Mit leichten Rucksäcken (alles verfügbare Gewand hatten wir an!) marschierten wir fröhlich durch den windstillen, „angezuckerten“ Wald und genossen immer wieder zwischendurch die Aussicht, bis wir die idyllisch gelegene Kapelle Maria Ellend erreichten. Auf einer Seite schauten wir auf Stift Herzogenburg zurück, auf der anderen liegt Stift Göttweig. Die Mesnerin begrüßte uns mit Glockengeläut und hatte alle Kerzen in der Kapelle entzündet. Und erstmals scheinte kurz die Sonne zwischen den Wolken hervor! Mit P. Randa (der nach der Sonntagsmesse in Stadlau zu uns kam) feierten wir dankbar und glücklich über das gemeinsam Erlebte den Abschlussgottesdienst. Nach dem Mittagessen im dortigen Gasthaus „Zur schönen Aussicht“ fuhren wir nach Stadlau zurück, wo wir - mit dem Segen Gottes gestärkt - wieder in unseren Alltag entlassen wurden.

Unser besonderer Dank gilt:

  • Franz für die ausgeklügelte Organisation (Wege, Autos „dirigieren“, Quartierbeschaffung, Zusammenstellung der Gebetshefte für den Halt bei Wegkreuzen usw…),
  • Asta und Adi für Einkauf und Versorgung im Begleitbus unterwegs (auch an schlecht erreichbaren „Jausenplätzen“!), die immer gut gelaunt auf uns in der Kälte warteten,
  • den Chauffeuren Adi, Manfred und Christian für das Hin- und Herführen der Autos samt Gepäck,
  • Christian, Josef und P. Rajan als allgegenwärtige Fotografen,
  • Sr. Clara, die krankheitshalber nicht dabei sein konnte, in Gedanken aber „mitging“ und sich täglich telefonisch nach unserem Befinden erkundigte
  • und natürlich Gott, der spürbar seine Hand über unsere Gemeinschaft gehalten hat.

Fotos:
Josef Lehner,
Christian Mlczoch,
P. Rajan

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Bericht:
Maria Fasching