Zwischenbericht Pfingsten (26.5.-28.5.2012) 01 / 282 22 44
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Gemeinsam unterwegs am Österreichischen Jakobsweg

Zwischenbericht Pfingsten (26.5.-28.5.2012)

Dieses Wochenende führte uns der Jakobsweg von Innsbruck nach Pfaffenhofen.

Das verlängerte Wochenende zu Pfingsten nutzten einige Stadlauer um etwas Jakobswegluft im schönen Tirol zu schnuppern.

An jedem Übernachtungspunkt erweiterte sich unsere Gruppe. In Jennbach stieß Marianne nach abgeschlossener Erstkommunion dazu, in Gnadenwald Gisela, die auch schon den spanischen Jakobsweg gegangen ist und Franz H., bewaffnet mit schwerer Fotoausrüstung, in Innsbruck Michael, unser Optikermeister aus Stadlau und Gerhard mit Sohn Andreas, zwei Tiroler, die im Don Bosco Magazin von dem Unternehmen gelesen hatten. Als Betreuung waren Brigitte, Michaela und Felix mit dem Auto unterwegs.

Unsere Gruppe war somit auf 11 Leute angewachsen. Franz und Peter wanderten bereits seit fast einem Monat (! - 29.April) den ganzen Weg von Wien gemeinsam!

Der Weg im Tiroler Inntal führte zumeist seitlich an den Hängen entlang. Immer wieder konnten wir, etwa bei der Rast neben kleinen Kapellen, die schöne Fernsicht ins Tal bewundern. Räumungsarbeiten wegen einer im Winter abgegangenen Lawine behinderten kurz unser Vorwärtskommen. In Hungerburg teilte sich die Gruppe in Seilbahn-Fahrer und Downhill-Geher.

In Innsbruck übernachteten wir im Gästehaus Marillac der Barmherzigen Schwestern von St. Vinzenz von Paul. Dies bot die Möglichkeit, nach über 7 Stunden Wanderzeit noch etwas die Beine im Zentrum der Stadt zu vertreten. Die Abendmesse feierten wir in den schmalen Bänken der Jesuitenkirche (Universitätskirche).

Am Sonntag führte uns der Weg zuerst ein Stückchen dem Inn entlang. Brigitte hatte uns angerufen, dass es in Völs eine tolle Konditorei gibt. Daran konnten wir natürlich nicht vorbeigehen und Kellner Sandro hatte alle Hände voll zu tun, um unseren Wandererhunger zu stillen! Unsere Tischnachbarn wurden auf unser Unternehmen aufmerksam und spendeten für Pater Kiesling.

Auf einem Bergrücken in der Südhälfte des Inntales, dem Michelfeld, versorgte uns Franz mit einer Steige frischgepflückter Erdbeeren. Kurz darauf ein weiterer ungeplanter Aufenthalt: Eine ältere Dame hatte neben ihrem Bauernhof eine Holzbox für Pilgerer angebracht und bat uns, etwas hineinzuschreiben. Wir erreichten Kematen und setzten den Weg in den Auen des Inns fort.

Kurze Aufregung im nächsten Quartier im Pfarrhaus Inzing: Wir haben keinen Schlafplatz! Irgendwo soll es ein Matratzenlager geben, aber wir fanden es im ganzen Haus nicht. Pfarrer Andreas Tauscher war in Innsbruck um Messe zu feiern.
Erleichterung: In einem verlassenen Bauernhaus in Hof auf einem almähnlichen Gebiet ca. 300 Höhenmeter über dem Tal, fand der restliche Teil der Gruppe Unterkunft.

Kaum war dieses bezogen, ging es auf ein Abendessen und lustigem Plaudern zu den Don Bosco Schwestern nach Stams.

Am nächsten Tag die Frage: Hält das Wetter? Schwere Wolken und ein paar Tropfen empfingen uns schon vor dem Aufbruch, als es den Pilgersegen von Andreas gab. Er berichtet von seiner Idee, bei der langen Nacht der Kirchen in diesem wunderschönem barocken Bau lauter Hängematten und Rauchschalen aufzuhängen. "Erschwungen und errochen" gibt er als Thema dieses Abends an.

Durch Wälder und Wiesen wanderten wir dann weiter zum Gasthof Schwarzer Adler nach Pfaffenhofen. Gerhard, der in dieser Gegend wohnt, weiß viel zu erzählen, und so vergeht die Zeit sehr rasch.

Nach einem ausgiebigen Mittagessen war für uns vier, Brigitte, Marianne, Peter und Franz H., die Zeit zur Heimreise gekommen. Feuchte Augen - gab es doch so viel gemeinsam Erlebtes auf den vielen Kilometern.

Franz, unser Organisator, - wo er heute wohl gerade wandert? Ob er sich ohne "Navigator" Peter verirrt?

Die Stadlauer Jakobsweg-Pilger

Fotos:
Pfingsten (26.5.-28.5.2012)

Bericht u. Fotos:
Die Stadlauer Jakobsweg-Pilger