Mit Kindern und Jugendlichen unterwegs
Don-Bosco-Abend am 29.1.2012
01 / 282 22 44
pfarre.stadlau@donbosco.at

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Einen prominenten Gast lud Pfarrer Pater Hans Randa zum gemeinsamen Abend für alle in der Pfarre in der Kinder- und Jugendpastoral tätigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein:
Der pädagogische Leiter des Wiener Don-Bosco-Hauses und bei uns Stadlauern wohlbekannte Pater Herbert Salzl hatte nach der Begrüßung durch Pater Randa einiges zum Nachdenken für uns vorbereitet:

„Sind sie ein Christ? Wenn ja, - könnten sie dies notfalls auch beweisen?“ fragte P. Salzl.
Heute sind Glaubenspraxis und Frömmigkeit äußerlich ärmer – sie müssen aber innerlich konzentrierter werden, fuhr er fort. Zur Vertiefung in dieses Themas hatte P. Salzl für jeden von uns Kärtchen mit folgenden Gedanken mitgebracht:

1. Spiritualität des Alltags: Es ist eine zutiefst salesianische Erfahrung: Der Ort, um Gott zu begegnen, ist das Menschliche. Wer also die Salesianische Jugendspiritualität leben will, braucht keine besonderen Orte und Zeiten suchen, sondern zuerst geht es darum, Gott im Alltag zu entdecken und eine Verbindung mit ihm zu suchen.

2. Spiritualität der Freude und des Optimismus: Der Geist, der alles salesianische Tun prägen soll ist die Freude, der Optimismus und die Hoffnung.

3. Spiritualität der Freundschaft mit Jesus, dem Herrn: Wer im Geist Don Boscos leben will, gibt sich nicht mit einer einfachen Sympathie für Jesus zufrieden. Man möchte das Wissen über Jesus und seine Person vertiefen.

4. Spiritualität der kirchlichen Gemeinschaft: Don Bosco war ein Mann der Kirche, Berater von Bischöfen und Päpsten. Er lehrte seine Jugendlichen das Geheimnis der Kirche, dass in ihr trotz der Schwäche des Menschlichen Gottes Gnade, ja Gott selbst, anwesend ist.
Die Liebe zur Kirche drückt sich in der Salesianischen Jugendspiritualität konkret so aus:
• im Miteinander mit allen, die das Reich Gottes leben und mit-aufbauen wollen
• in der Achtung und Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit den Seelsorgern und jenen, die sich in der Kirche engagieren
• im Gespräch mit jenen, die für die Pastoral vor Ort verantwortlich sind und im Mittragen der menschlichen Seite der Kirche – auch mit ihren Grenzen und Mängel
• im Offen sein für die Probleme der Menschen und der Jugend
• in der weltweiten Dimension des Einsatzes für das Reich Gottes.

5. Spiritualität des verantwortlichen Dienens: Christsein heißt immer auch: Bereit sein zum Einsatz für das Reich Gottes und das Evangelium. Es geht dabei darum, die Würde des Menschen und seine Rechte in allen Situationen des Lebens zu fördern und eine aktive Solidarität zu leben, besonders gegenüber den Ärmsten.

Beeindruckt waren wir von der Lebendigkeit des Vortrages P. Salzls, der das doch recht umfangreiche Thema für uns sehr kurzweilig machte.

Mit vielen Gesprächen und bei einem liebevoll hergerichteten Buffet gab es noch genug Gelegenheit zum gemeinsamen Erfahrungsaustausch.

Bericht und Fotos: Franz Hamberger