| Einen
prominenten Gast lud Pfarrer Pater Hans Randa zum
gemeinsamen Abend für alle in der Pfarre in der Kinder-
und Jugendpastoral tätigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
ein:
Der pädagogische Leiter des Wiener Don-Bosco-Hauses und
bei uns Stadlauern wohlbekannte Pater Herbert Salzl
hatte nach der Begrüßung durch Pater Randa
einiges zum Nachdenken für uns vorbereitet:
„Sind sie ein Christ? Wenn ja,
- könnten sie dies notfalls auch beweisen?“
fragte P. Salzl.
Heute sind Glaubenspraxis und Frömmigkeit
äußerlich ärmer – sie müssen aber
innerlich konzentrierter werden, fuhr er fort. Zur Vertiefung
in dieses Themas hatte P. Salzl für jeden von uns Kärtchen
mit folgenden Gedanken mitgebracht:
1. Spiritualität des Alltags:
Es ist eine zutiefst salesianische Erfahrung: Der Ort, um
Gott zu begegnen, ist das Menschliche. Wer also die Salesianische
Jugendspiritualität leben will, braucht keine besonderen
Orte und Zeiten suchen, sondern zuerst geht es darum, Gott
im Alltag zu entdecken und eine Verbindung mit ihm zu suchen.
2. Spiritualität der Freude und
des Optimismus: Der Geist, der alles salesianische
Tun prägen soll ist die Freude, der Optimismus und die
Hoffnung.
3. Spiritualität der Freundschaft
mit Jesus, dem Herrn: Wer im Geist Don Boscos leben
will, gibt sich nicht mit einer einfachen Sympathie für
Jesus zufrieden. Man möchte das Wissen über Jesus
und seine Person vertiefen.
4. Spiritualität der kirchlichen
Gemeinschaft: Don Bosco war ein Mann der Kirche,
Berater von Bischöfen und Päpsten. Er lehrte seine
Jugendlichen das Geheimnis der Kirche, dass in ihr trotz der
Schwäche des Menschlichen Gottes Gnade, ja Gott selbst,
anwesend ist.
Die Liebe zur Kirche drückt sich in
der Salesianischen Jugendspiritualität
konkret so aus:
• im Miteinander mit allen, die das Reich Gottes
leben und mit-aufbauen wollen
• in der Achtung und Bereitschaft zur Zusammenarbeit
mit den Seelsorgern und jenen, die sich in der Kirche engagieren
• im Gespräch mit jenen, die für
die Pastoral vor Ort verantwortlich sind
und im Mittragen der menschlichen Seite der Kirche –
auch mit ihren Grenzen und Mängel
• im Offen sein für die Probleme der Menschen
und der Jugend
• in der weltweiten Dimension des Einsatzes
für das Reich Gottes.
5. Spiritualität des verantwortlichen
Dienens: Christsein heißt immer auch: Bereit
sein zum Einsatz für das Reich Gottes und das Evangelium.
Es geht dabei darum, die Würde des Menschen und seine
Rechte in allen Situationen des Lebens zu fördern und
eine aktive Solidarität zu leben, besonders gegenüber
den Ärmsten.
Beeindruckt waren wir von der Lebendigkeit
des Vortrages P. Salzls, der das doch recht umfangreiche
Thema für uns sehr kurzweilig machte.
Mit vielen Gesprächen und bei einem liebevoll
hergerichteten Buffet gab es noch genug Gelegenheit
zum gemeinsamen Erfahrungsaustausch. |