Dem Sozialwortforum der Pfarre
Herz Jesu, Stadlau, ist es wiederum gelungen, am 19. 10. 2010
eine hochkarätig besetzte Podiumsdiskussion zu veranstalten.
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Eingeladen waren: als Diskutanten
Mag. Michael Chalupka – Direktor Evangelische Diakonie
Pater Dr. Alois Riedelsberger – Jesuit und Leiter der KSOE
Dr. Veronika Prüller-Jagenteufel – Pastoraltheologin
Ing. Hans Peter Hurka – Vorsitzender der Plattform „Wir
sind Kirche“
Dr. Brigitte Krupitza als Moderartorin |
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Pfarrer Pater Mag. Hans Randa SDB begrüßte die Diskutanten
und hieß 34 hochmotivierte Teilnehmer herzlich
willkommen.
Schon die erste Fragestellung der Moderatorin ließ die Brisanz
des Themenabends erahnen und sei in Begriffen und Schlagworten wiedergegeben:
Die Kirche hat an Glaubwürdigkeit verloren. Wie kann
sie Autorität
gewinnen? Zu einer Kirche gehört es auf Macht zu verzichten
(Privilegien). Autorität erhält sie durch die Schrift,
Glauben und Christus, durch Anerkennung anderer. Macht
und Autorität als Herausforderung – wie kann
man beides einsetzen, daß sich Menschen aufrichten, in Gruppen,
in der Gemeinde Prozesse voranbringen, Prozesse in Gang setzen.
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Macht ist nicht immer negativ – Macht
bedeutet auch etwas vermögen. Macht Menschen einzuladen,
Autorität des Gastgebers. Macht, die ermächtigt,
dass Zusammenwirken vieler entsteht. Die Freiheitsgeschichte
hat auf die Kirche übergegriffen. Beziehen auf etwas bringt
Autorität. Macht der Solidarität. Zustimmungsvorbehalt
der Gläubigen. Klare Veränderungen müssen angestrebt
werden. Sich einbringen, Kirche als Volk Gottes an der Seite der
Schwachen (teilen). Macht in der Kooperation (Zusammenwirken).
Menschenrechte absichern. |
Eine Kernaussage: Entweder wir
orientieren uns wirklich am letzten Konzil, oder wir haben keine
Chance. Das Programm des Konzils ist eindeutig: helfende
Pastoral vor aburteilender Moral, Kampf für die
von Gott verliehenen Menschenrechte vor Kampf für die ererbten
Kirchenrechte, Glaube an den universalen Heilswillen Gottes statt
Ausschluss der Andersgläubigen.
All diese Begriffe wurden verständlich und ausführlich
erläutert und besprochen. Von den Teilnehmern wurden
viele Fragen gestellt, die die Diskutanten gerne
beanworteten.
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Und die Zukunft: Alte Strukturen
werden zusammenbrechen, neue Strukturen, getragen von Partizipationsgedanken,
werden sich entwickeln. Entscheidungen in Einmütigkeit.
Während der anschließenden Agape
wurde noch lange diskutiert und vor allem der Wert dieser Veranstaltung
betont. Ein herzliches „Danke“ an die Diskutanten,
der Moderatorin, den Teilnehmern und nicht zuletzt dem Gastgeber
Pater Hans Randa.
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