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Pfarre Stadlau Gemeindeaugasse 5 1220 Wien |
Die Chronik der Pfarre
Stadlau Wiederaufbau von Kirche und Seelsorge |
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Wiederaufbau von Kirche und Seelsorge P. Peninger fand neben Seelsorge und Bildungsarbeit, in der er meist von vier Kaplänen/Katecheten unterstützt wurde, zahlreiche Aufgaben als "Bauherr" und Finanzgenie. Nach den dringendsten Schadensbehebungen ab 1947 verdanken wir ihm besonders die neue Ausgestaltung und schließlich auch die Erweiterung des Kirchenraumes, die Errichtung des Pfarrhauses und alle nötigen Erhaltungsmaßnahmen. Die folgenden Jahreszahlen sprechen für sich: 1952 - 1976 Auch
die Struktur der Laienarbeit wandelte sich im Laufe der Jahre. Nach
den Gliederungen der einzelnen Stände wurden immer mehr die verschiedenen
Aufgabenbereiche seit den 70iger Jahren vom Pfarrgemeinderat koordiniert,
dem auch manche neue Aufgaben zugewachsen sind: z.B. die Sorge um die
Familien, um die Neuzugezogenen, die größere Verantwortung im finanziellen
Bereich und die verstärkte Mitarbeit in der Liturgie und Sakramentenvorbereitung.
Der Ausbau der Öffentlichkeitsarbeit und die Zuwendung zu den älteren
und kranken Menschen brauchen auch immer mehr Mitarbeiter/innen, ebenso
sind auch solche nötig, die sich für die Kinder- und Jugendpastoral
einsetzen (Jungschar, Pfadfinder, Ministranten, Jugendheim). Große neue Wohnanlagen bestimmten nun Teile des Pfarrgebietes. Die Seelsorge musste neue Wege suchen. Immer mehr Laien übernahmen verantwortlich die verschiedensten Arbeiten für die Pfarrgemeinde. Mission / Weltkirche Missionspatenschaften unterstützen die Arbeit der salesianischen Missionare, die Sternsinger bringen Freude und großartige Ergebnisse seit vielen Jahren. Katastrophenhilfe verschiedenster Art wird durch besondere Aktionen ermöglicht. Dazu kamen die regelmäßigen jährlichen Aktionen der Kath. Männer und Frauen für Projekte in der Dritten Welt (Familienfasttag, Bruder in Not), später die MIVA zur Fahrzeugbeschaffung für Missionare. Als P. Josef Keler 1977 Nachfolger von P. Peninger wurde, musste er sich nicht nur der Errichtung der Filialkirche Mariahilf (Einweihung 1980) widmen, auch im Altbau der Pfarrkirche waren dringende Renovierungen in Angriff zu nehmen (Kanzlei, Vorraum Theatersaal, Ausmalen der Kirche u. a.). 1984 schuf Wilhelm Kocian das Marienmosaik anlässlich des Jubiläums 50 Jahre Pfarre. Finanziert wurde es durch das Ergebnis eines Flohmarkts. Auch auf P. Dr. Franz Wöß, seit 1987 Pfarrer von Stadlau, warteten schon einige Baustellen, kaum hatte er sich in seiner Pfarre etwas umgesehen. Ab 1989 wurde zunächst das Kirchendach und der Turm gründlich saniert, dann folgte die Außenfassade der Kirche. Mittlerweile musste die Kirchenbodenheizung erneuert werden, das gab Gelegenheit zur Umgestaltung des Altarraues 1993, um den liturgischen Bedürfnissen und Richtlinien besser entsprechen zu können. 1994 wurde der Südtiroler Bildschnitzer Bruno Vinatzer beauftragt, eine Darstellung des hl. Johannes Bosco anzufertigen, die in der Taufkapelle aufgestellt wurde. 1995 konnten umfangreiche Kanalarbeiten abgeschlossen und der Kirchenplatz neu gestaltet werden. Als Schwerpunkt schuf der bekannte "Brunnenkünstler" Prof. Hans Muhr den Brunnen "Kreuz-Siebenquell", der uns stimmungsvoll zum Eintritt in das Gotteshaus einlädt. Auch das Dach des Pfarrhauses und manche Räume bedurften der Erneuerung, zuletzt war der Wohnbereich der Priester an der Reihe. Sehr hübsch gelang 2001 die Sanierung der Sportplatzmauer, die wir den Malkünsten der 4.Klassen der Klostervolksschule zu danken haben. Johannes Bosco, 1815-1888, Priester aus dem Raum um Turin, der armen und ungebildeten Jugend besonders zugetan, gründete eine Ordensgemeinschaft, die sich besonders dieser Aufgabe widmen sollte, Jugendlichen Geborgenheit und Ausbildung zu geben. Das Werk breitete sich rasch aus und fand auch die Zustimmung der Päpste. Seit 1903 arbeiten die Salesianer, wie sie sich nach dem hl. Franz von Sales nennen, auch in Wien. Während die Salesianer der ersten Jahre "live" 1929 die Seligsprechung ihres Ordensgründers Johannes Bosco und 1934 die Heiligsprechung miterlebten, und diese Feiern auch in Stadlau festlich begangen wurden, ging es in den letzten gut überschaubaren zwei Jahrzehnten vor allem um Jubiläums- und Gedenktage, die entweder Don Bosco selbst, den Salesianern in Stadlau oder unserer Herz Jesu Kirche galten: 1979, 1984 (50 Jahre Pfarre), 1988 (100. Todestag des Heiligen) und 1999 (75 Jahre Herz Jesu Kirche). Interessant ist auch die Entwicklung der Festgestaltung. Waren es zunächst imposante Festzüge vom Kloster zur Kirche mit den prächtigen Fahnen, die die Feiern einleiteten, reichlicher Girlandenschmuck, musikalische Hochämter und feierliche Segensandachten meist mit "hohen kirchlichen Persönlichkeiten", so pflegen wir heutzutage einen eher bescheidenen äußerlichen Aufwand, doch sind die Menschen jetzt viel mehr als Mitwirkende denn als Teilnehmende dabei. Spirituell, liturgisch und gemeinschaftsbildend werden die Feste vorbereitet, und nicht zuletzt werden meist auch soziale Anliegen unterstützt (Caritas und Mission), wodurch wir nicht nur der Orts-, sondern auch der Weltkirche verbunden sind. Kein "Pontifikalamt", sondern eine festliche Dankmesse feierte unser Erzbischof, Kardinal Christoph Schönborn, mit der Pfarrgemeinde. Seit 75 Jahren versammeln sich die Menschen hier zum Gottesdienst. Um diese Zeit möglichst für alle lebendig und anschaulich zu machen, sollte eine Ausstellung sakraler Gegenstände unter dem Motto "Gold und Gips" diese meist verborgenen, weil nicht mehr verwendeten, "Kirchenschätze " zugänglich machen. Das Mitarbeiterteam war selbst überrascht, was da alles zum Vorschein kam: da gab es Kruzifixe, Engel- und Heiligenstatuen, reich bestickte liturgische und Vereinsfahnen, Altartücher, Kelche und Monstranzen, alte Krippenfiguren, Messkleider mit feinen Stickereien, Kreuzwegbilder, Teile des ersten (barocken) Altares, Beleuchtungskörper und vieles mehr. Fotos und das Gedenkblatt von der Kirchenweihe 1924 gaben einen weiteren Einblick in die Geschichte unserer Pfarrkirche. Aber auch ihr heutiges Aussehen und die Einrichtung, wie sie im Laufe von Jahrzehnten entstanden ist, wurde festgehalten und zwar in dem zu demselben Anlass erschienenen Kirchenführer. Unser Pfarrer, P. Dr. Franz Wöß, nimmt uns zu einem "geistlichen" Rundgang durch die Kirche mit und lädt zum betrachtenden Verweilen ein. |