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Pfarre Stadlau Gemeindeaugasse 5 1220 Wien |
Die Chronik der Pfarre
Stadlau Neue Periode - Kirchenbau und Pfarrerhebung |
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Periode - Kirchenbau und Pfarrerhebung 1904 war auch ein anderes Ereignis: der Herz-Jesu-Kirchenbauverein wurde gegründet, Wohltäter gesucht, geplant und gespart, damit der Wunsch in Erfüllung gehen könnte: eine eigene Kirche für Stadlau! Bei der jährlichen Generalversammlung wurde von den Bemühungen um einen geeigneten Baugrund berichtet. Auf einem Ortsplan von 1917 sehen wir schon einen eingezeichnet - etwa dort, wo heute die Hardeggasse in die Langobardenstraße mündet - aber es dauerte noch eine Weile, bis eine zufrieden stellende Lösung gefunden wurde, bei der zwei der ältesten Familien des Dorfes mitwirkten: Genoch und Bauer. 1918 Der Krieg war zu Ende, man stellte sich wieder auf den "normalen" Alltag ein. In der Seelsorge bahnte sich eine neue Wende an: im Turnsaal der Bürgerschule (= Hauptschule Konstanziagasse 50) gab es jeden Sonntag eine hl. Messe - ein Salesianerpater kam dazu aus Erdberg, wo die Salesianer schon eine Niederlassung hatten, nach Stadlau, um mit der Bevölkerung Gottesdienst zu feiern. Kardinal Piffl, der Erzbischof von Wien, kannte die Not der Nachkriegsjahre, die seelische und die leibliche. Er übertrug der Ordensgemeinschaft der Salesianer, die sich bald nach ihrem Gründer, dem 1934 heilig gesprochenen Turiner Priester und Jugendapostel Johannes Bosco, Salesianer Don Boscos nannten, die Seelsorge in Stadlau. 1919 Drei Patres kamen und fanden zunächst in einem kleinen Gebäude im Kloster eine Bleibe, von wo aus sie die Arbeit mit der Jugend, den Schulunterricht und die Freizeitgestaltung, begannen. Ein bescheidenes Kellerlokal stand für die männliche Jugend zur Verfügung. Die Verhältnisse erforderten auch caritative Aktionen, es gab Ausspeisungen, Kohle- und Bekleidungsaktionen, Ferienaufenthalte für die Schulkinder. Nähstuben wurden eingerichtet, aber auch eine Bücherei, ein Kirchenchor entstand, die Freude am Theaterspielen wurde nicht nur bei den Kindern und Jugendlichen geweckt. Die Patres nahmen nun auch die Kirchenbaupläne zielstrebig in ihre Hand. Die Floridsdorfer Firma Amlacher & Sauer wurde mit dem Bau beauftragt. 1923 Am 21.September feierliche Grundsteinlegung mit Kanonikus Josef Wolny, ehemaliger Kaplan in unserer Mutterpfarre St. Georg Kagran. 1924 Nach der Winterruhe konnte bereits am 25.Mai die Einweihung der Glocken stattfinden, die mit einem großartigem Festzug vom Kloster zur Herz Jesu Kirche in der Gemeindeaugasse gefeiert wurde. Kardinal Dr. Friedrich Gustav Piffl kam am 13.Juli nach Stadlau, um die Herz Jesu Kirche einzuweihen. "In echter Feststimmung" zogen die Geistlichkeit, die Klosterschwestern, die Musikkapelle und alle Vereinigungen mit ihren Fahnen zu dem festlich geschmückten Platz, worauf der Kardinal die Kirchenschlüssel überreichte und die Einweihung der Kirche und des Vereinshauses vornahm. Unter "Vereinshaus" müssen wir alle Räumlichkeiten verstehen, die unter dem bescheidenen Kirchturm in dem Mehrzweckgebäude rund um den Kirchenraum angelegt waren: Kanzlei-, Wohn- und Heimräume im vorgelagerten Stiegenhaus, über dem Kirchenraum der Theatersaal, im Kellergeschoß Küche und Vorratsräume. Für den Bewegungsdrang der Jugend gab es den Spiel- und Sportplatz. 1934 Mit 1.Februar 1934 ging der Wunsch der Stadlauer in Erfüllung: Stadlau war wieder eigene Pfarre. Kardinal Innitzer installierte P. Richard Gawlitta als ersten Pfarrer. Ein großes Fest wurde gefeiert, worüber in der Chronik ausführlich berichtet wird. Mehr zur Pfarrerhebung, zu Pfarrer P. Gawlitta und zum Jahr 1934 ... |