Pfarre Stadlau
Gemeindeaugasse 5
1220 Wien
Die Chronik der Pfarre Stadlau
Friedhof
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Der Stadlauer Friedhof
(Grabstätte der Salesianerpriester)

1875 Der Stadlauer Friedhof wurde von der kleinen niederösterreichischen Gemeinde Stadlau errichtet. Bis dahin sind die Toten in Kagran beerdigt worden. (Friedhof rund um die Kirche).

1898 machte die Gemeinde Stadlau den Schwestern vom armen Kinde Jesu auf dem Stadlauer Friedhof einen Separatfriedhof zum Geschenk, der mit einem Eisengitter eingefriedet ist.

Die Salesianer erwarben zunächst die Einzelgräber Gruppe E, Reihe 1, Nr. 9, 10 und 11. Von Karl Süß wurde ihnen später das anschließende Grab E, 1, Nr.12 zur Verfügung gestellt.

Um die Jahrhundertwende entstanden Grabdenkmäler, auf denen die Namen der verdienstvollen Stadlauer Familien zu finden sind: Genoch, Schick, Wasl, Krapfenbauer, Dr.Eisenkolb,....

Die erste Beisetzung eines Salesianerpriesters war im November 1922 P.Adolf Contier (+ 2.11.1922).  

1925 wurde der Friedhof abermals vergrößert. 1933 wurde die Grabstätte der Salesianer erweitert (Begräbnis von P.Dreesbach im März 1933) und der Mittelstein renoviert.
Dazu in der Pfarrchronik: "Am 25. Juni 1933 wurde auf dem Friedhof das Grabdenkmal des Familiengrabes der Salesianer eingeweiht. Der Stein wurde uns von der Familie Wasl überlassen, und die Renovierung desselben, sowie die Einfassung des Grabes durch Sammlung ermöglicht. Zur Einweihung waren alle katholischen Vereine mit ihren Fahnen erschienen."

Das 1876 errichtete gusseiserne Friedhofskreuz zerbrach 1946 durch einen schweren Sturm und wurde 1947 aus Spenden der Heimkehrer (damals kam ein großer Teil von Kriegsgefangenen zurück) durch das sogenannte "Heimkehrerkreuz" ersetzt. Dieses Kreuz aus Mannersdorfer Kunststein (Fa.Jung in der Erzherzog-Karl-Straße) trägt den Corpus aus Steinzeug, den der Bildhauer Josef Fr. Riedl modelliert hat und in den Wienerberger Keramikwerken brennen ließ. Es erhielt am Christkönigsfest 1947 die kirchliche Weihe. (Christkönig wurde damals noch am letzten Sonntag im Oktober gefeiert.)

Um 1970 herum bestand die Absicht, den Stadlauer Friedhof 1985 zu schließen. Viele Stadlauer kauften damals Gräber in Aspern und ließen sogar exhumieren. Aber die Sperre kam nicht, die Umzäunung wurde erneuert, der Aufbahrungsraum nach den neuen liturgischen Richtlinien umgestaltet (nicht Tod, sondern Auferstehung stehen im Mittelpunkt) und ein kleines Verwaltungsgebäude mit Umkleideraum für die Priester errichtet. Außer dem Haupteingang in der Gemeindeaugasse gibt es nun auch ein großes und ein kleines Tor in der Hardeggasse.

1993 wurde die Priestergrabstätte, die schon seit längerer Zeit einer Neugestaltung bedurfte, unter Verwendung des Granitblocks, der von 1971 bis 1993 Altar der Pfarrkirche gewesen war, umgestaltet. Es entstand dadurch eine würdige Anlage mit der alle vier Grabstellen zusammenfassenden Einfassung und einer rechteckigen Steinplatte an der Längsseite. Auf zwei schwarzen Tafeln stehen in Goldschrift die Namen der Salesianer, die hier ihre letzte Ruhestätte gefunden haben, aber auch derer, die lange in Stadlau gewirkt haben und anderswo begraben wurden, wie P. Ziegelmüller, P. Fugger, P. Peninger und P. Dobler.

Aus dem hellen Granit wurde in der linken Ecke der Grabstelle der eigentliche Grabstein gestaltet. Über zwei bergähnlichen aufragenden dreieckigen Steinen mit der Inschrift "Salesianer Don Boscos" erhebt sich ein schlichtes Metallkreuz mit Strahlenkranz, das auf die Auferstehung hinweist,  und eine ebenfalls dreieckige Laterne. (Diese Gestaltung stammt von Ernst Grandegger, der schon seit Jahrzehnten für unsere Kircheneinrichtung Metallarbeiten gemacht hat.) In den Hintergrund dieser Ecke wurden Nadelbäume gepflanzt.

Die neue Grabstätte wurde am 1. November 1993 von dem damaligen Provinzial der Salesianer, P. Dr. Josef Keler, der von 1977 - 1984 Pfarrer in Stadlau gewesen ist, gesegnet.

Im Herbst 1996 wurde P.Anton Nosko beigesetzt. 1997 nach dem Tod von P. Hermann M. Dobler am 21. November wurden auch sein Name und die Lebensdaten eingraviert (Bestattung in Fulpmes).